November 2015, kino arsenal

Filmfestival FUTURALE zur Zukunft der Arbeit

IK BEN ALICE, 2015

Automatisierung, Digitalisierung, Crowd- und Clickworking verändern unsere Wirtschaft rasant. Welche Auswirkungen haben sie auf die Art, wie wir arbeiten? Um Bürger_innen für das Thema "Arbeiten 4.0" zu sensibilisieren, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Filmfestival Futurale ins Leben gerufen, das im Arsenal startet und von Herbst 2015 bis Winter 2016 durch 25 deutsche Städte tourt. Mit sieben Dokumentarfilmen beleuchtet das Festival unterschiedliche Trends rund um die Zukunft der Arbeit. Jede Vorführung wird durch eine Diskussionsveranstaltung begleitet, in denen die Zuschauer_innen mit Expert_innen aus der Region diskutieren. Den Filmen vorangestellt wird jeweils ein Kurzfilm unterschiedlicher Regisseure aus dem umfangreichen Projekt von Harun Farocki und Antje Ehmann EINE EINSTELLUNG ZUR ARBEIT, das in Koproduktion der Harun Farocki Filmproduktion mit dem Goethe-Institut entstanden ist.

SILICON WADI – A HIGHTECH SOAP OPERA (Daniel Sivan, Yossi Bloch, Israel 2014, 5.11.) Ein Blick auf die Startup-Nation Israel. Allein in Tel Aviv gibt es mehr Startups als in ganz Europa. Pro Person steht nirgendwo sonst so viel Venture Capital zur Verfügung wie in Israel. SILICON WADI begleitet vier junge Unternehmen und ihre Förderer über zwei Jahre – von der Idee über den Pitch, von geplanten Aktionen zu Verzweiflungstaten, von Euphorie bis Resignation.

PLEASE SUBSCRIBE (Dan Dobi, USA 2013, 6.11.) YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Jeden Tag klicken Nutzer Milliarden Videos an, pro Minute werden Hunderte Stunden Videomaterial hochgeladen. PLEASE SUBSCRIBE geht dem Phänomen einiger der einflussreichsten Content-Ersteller nach, die den Standard für YouTuber prägten, beleuchtet ihre Relevanz und ihre persönliche Triebfeder.

MEIN WUNDERBARER ARBEITSPLATZ (Martin Meissonnier, F 2014, 6.11.) Hier kommen Firmen zu Wort, die mit innovativen Maßnahmen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter gern zur Arbeit kommen und gleichzeitig mehr Gewinn generiert wird. Ein inspirierender Film, der anregt, über die eigene Arbeitssituation nachzudenken.

IK BEN ALICE (Ich bin Alice, Sander Burger, NL 2015, 7.11.) Können Roboter eine Beziehung zu Menschen aufbauen? Einer älter werdenden Bevölkerung stehen begrenzt Pflegefachkräfte zur Verfügung. Um dieser Herausforderung künftig gerecht werden zu können, wurde der Pflegeroboter Alice entwickelt. Dieser besucht im Rahmen eines Experiments der Freien Universität Amsterdam drei ältere Damen in ihren Wohnungen. Der Film findet überraschende, ergreifende, herzzerreißende und moralisch verwirrende Antworten auf die Eingangsfrage.

DIGITALE NOMADEN (Tim Jonischkat, D 2015, 7.11.) Porträt einer Reihe von ortsunabhängig lebenden Freigeistern, die ihre Arbeit an jedem Ort der Welt ausüben. Der erste deutschsprachige Film zu diesem Thema zeigt eine völlig neuartige Lebens- und Arbeitswelt und untersucht in Gesprächen mit fünf etablierten digitalen Nomaden deren jeweilige Lebensmodelle.

PRINT THE LEGEND (Luis Lopez, Clay Tweel, USA 2014, 8.11.) Die preisgekrönte Dokumentation wirft einen Blick auf das Rennen um die Marktführung des 3D-Drucks. Der Film porträtiert Unternehmer, die 3D-Technologie in den Mittelpunkt ihrer Gründungsidee stellen und zeigen, was dieser "Macintosh-Moment" für sie bedeutet.

DEINE ARBEIT DEIN LEBEN (Luzia Schmid, D 2015, 8.11.) Als Teil eines crossmedialen Projekts dokumentiert der Film, was Arbeit in einem traditionellen Industrieland heute bedeutet. Und das so authentisch wie möglich: aus der Perspektive der Menschen selbst. Auf Einladung des WDR hielten Menschen ihren Arbeitsalltag mit Smartphone oder Videokamera fest. Hunderte dieser selbst gedrehten Videos bilden den Grundstock des Films.

Über die Apps Greta & Starks werden die Vorführungen auch für Gehörlose und visuell Beeinträchtigte zugänglich sein. Eine Veranstaltung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.