oktober 2021, transfer

Großes Kino, kleines Kino #46: Im Rhythmus der Farben

Am Sonntag 31. Oktober gibt es noch eine weitere Veranstaltung für Kinder ab 5 Jahren. „Die Farbe ist die Taste. Das Auge ist der Hammer. Die Seele ist das Klavier mit vielen Saiten.“ – so der Maler Wassily Kandinsky im Jahr 1911. Auch im Film haben Formen einen Rhythmus und können Farben zur Musik der Filme tanzen. So z.B. in Mary Ellen Butes ABSTRONIC (USA 1952), der zeigt, wie sich Töne bewegen. Dass Töne durch Farben und Formen hörbar werden, stellen Evelyn Lambart und Norman McLaren in ihrem handgemalten Film BEGONE DULL CARE (Kanada 1949) unter Beweis. Bilder, die auf der Leinwand mit Musik spielen, sind in EARLY ABSTRACTIONS von Harry Smith (USA 1939–1956) zu sehen. Und wie Formen durch Kratzen auf dem Filmstreifen im Takt entstehen und wieder verschwinden, präsentiert MONDLICHT von Bärbel Neubauer (Deutschland 1997). Im Anschluss an die Vorführung können alle Kinder eigene Rhythmen malen und mit nach Hause nehmen.

oktober 2021, transfer

Großes Kino, kleines Kino #45: Kiarostami Shorts

Diesen Monat gibt es am 10. Oktober bereits die nächste Veranstalung für Kinder, diesmal für alle ab 5 Jahren. Ab Beginn der 70er Jahre arbeitete der iranische Regisseur Abbas Kiarostami für die Filmabteilung des neu gegründeten "Kanoon" in Teheran, einem Institut für intellektuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Hier drehte er kurze Filme für Kinder und Jugendliche, darunter Lehr- und Spielfilme mit Motiven aus ihrer Lebenswelt. Der Film TWO SOLUTIONS FOR ONE PROBLEM (1975) vermittelt humorvoll und lehrreich zugleich, wie Kinder Konflikte lösen. Auf fröhliche Farbensuche in der Wirklichkeit geht der Film COLOURS (1976). Im Zentrum von SO CAN I (1975) stehen Bewegungen von Tier und Mensch: Kannst du auch springen wie ein Känguru, krabbeln wie eine Raupe und klettern wie ein Affe? Der erste Kurzfilm von Kiarostami, THE BREAD AND ALLEY (1970), begleitet einen Jungen auf dem Weg von der Bäckerei nach Hause. Ohne Dialoge erzählt der schwarz-weiße Film von einer Mutprobe, die der Junge in einer Gasse bestehen muss. Filmprogramm mit eingesprochener Übersetzung.

oktober 2021, transfer

Arsenal Filmatelier für Schüler*innen: Abbas Kiarostami

Im Rahmen der Retrospektive Abbas Kiarostami präsentiert das Arsenal Filmatelier am 6. und 8. Oktober ein moderiertes Filmprogramm ab der 7. Klasse mit zwei frühen Arbeiten des iranischen Regisseurs. In beiden Filmen stehen Heranwachsende im vorrevolutionären Teheran im Zentrum, die ihr Leben mit allen Widrigkeiten fast auf sich alleingestellt meistern. Der poetische Spielfilm TAJROBEH (Experience, 1973) zeigt einen 14-Jährigen, der für einen Fotografen arbeitet. Die wenigen Dialoge, die beobachtende Kamera, das Schwarz-Weiß der Bilder, die Konzentration auf eine Figur lassen die Zuschauer*innen frei auf eine Handlung blicken, die sich erst langsam entfaltet. Dagegen erzählt der Farbfilm LEBASSI BARAYE AROSSI (A Wedding Suit, 1976) einen dramatischen Konflikt zwischen drei Jugendlichen, die in demselben Gebäude beschäftigt sind. Dreh- und Angelpunkt ist ein maßgeschneiderter Anzug, durch den die drei Jungen in ein spannungsvolles Beziehungsgeflecht verstrickt werden. Eine Anmeldung ist erforderlich.

oktober 2021, transfer

Großes Kino, kleines Kino #44: Staunen über Alltägliches

Unsere nächste Veranstaltung für Kinder ab 6 Jahren findet am Sonntag, den 3. Oktober statt. Die Welt wird durch die Kamera zu einem Labor für mögliche Geschichten, die man erst beim Erleben und Betrachten entdeckt. So beobachten Helen Levitt, Janice Loeb und James Agee das Leben auf der Straße in einem armen Stadtbezirk von New York und nennen ihren Film ganz einfach IN THE STREET (USA 1948). Fast 60 Jahre später tut Khaled Mzher in einer Straße in Jordanien dasselbe und stößt auf STREET’S ANGELS (Jordanien 2017). Wie eine Detektivin findet Milena Gierke in AUTOBLICKE / VIEWS FROM A CAR (Deutschland 1990) aus ihrem Auto heraus Anfänge für mögliche Geheimnisse und Geschichten. Und die Kinder der EKT Regenbogen-Kidz stellen mit Alltagsgegenständen einen KINOZAUBER (Deutschland 2020) her, der zu Träumen und Geschichten einlädt. Gemeinsam sehen wir vier Filme, in denen zufälliges Beobachten eine Rolle spielt. Im Anschluss an die Vorführung stellen wir unser eigenes, gemeinsames Welt-Labor her.

september 2021, transfer

Großes Kino, kleines Kino #43: Reprise Cinema 16’s "The Children’s Cinema #1"

Nach langer Pause findet am 26.9. erstmalig wieder unser Filmatelier für Kinder statt, diesmal für alle ab 5 Jahre. Die Wiederaufführung von Cinema 16s erstem „Children’s Cinema“-Programm aus dem Jahr 1958 zeichnet eine historische Spur nach, der auch die Reihe Großes Kino, Kleines Kino folgt: Hier sehen Kinder immer wieder auch experimentelles Kino. Im Silhouettenfilm THE ANT AND THE GRASSHOPPER (1954) von Lotte Reiniger bringt eine Heuschrecke Insekten auf einer Blumenwiese zum Tanzen. Charles und Ray Eames gestalten in PARADE (1952) einen musikalischen Festtagsumzug durch farbenfrohe Kulissen: Kinetische Spielzeuge, reich verzierte Marionetten und Pappmaché-Figuren erwachen zum Leben. An reale Schauplätze führt uns der Film IN PARIS PARKS (1954) von Shirley Clarke. Sie folgt spielenden Kindern durch malerische Parkanlagen. Einen Farbrausch garantiert Len Lyes teilweise handgemalter Film RAINBOW DANCE (1936), der einen Tänzer auf Wanderschaft zeigt. Zu Wasser, zu Land und in der Luft wird der Komiker Buster Keaton in THE BALLOONATIC (1923) auf die Probe gestellt.

juli 2021, transfer

Arsenal Summer School 2021 – Derek Jarmans Garten: Kollaboratives Arbeiten und der Blick des Facettenauges

Nach einem Jahr Pause ist die Arsenal Summer School zurück und widmet sich vom 19.-21. August dem silent green-Projekt The Garden. Langjährige Freund*innen und Mitarbeiter*innen von Derek Jarman – die Kostümdesignerin Annie Symons, der Künstler Peter Fillingham, der Fotograf Howard Sooley, der Filmemacher David Lewis, der Komponist Simon Fisher Turner und der Produzent James Mackay, unterstützt von der Autorin und Dichterin Mary Katharine Tramontana und der Kuratorin und Autorin Alexandra Symons Sutcliffe, sprechen anhand von Fotografien und Filmausschnitten über Jarmans Kino als kollaboratives Projekt. Zudem stellen die Kurator*innen und Künstler*innen Dagie Brundert, Peter Cusack, Bettina Ellerkamp, Jörg Heitmann, Philip Scheffner, Kerstin Schroedinger/Oliver Husain und Stefanie Schulte Strathaus ihre Beiträge zur Gruppenausstellung "The Garden. Kinematografien der Erde" zur Diskussion.

 

Es gibt noch einige verbleibende Plätze – Anmeldung bitte bis 16. August.