september 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #29: Kariert, liniert, gemustert

Unser nächstes Filmprogramm für Kinder ab 5 Jahren am 29.9. zeigt Muster und Variationen – auf Textilien, aus Licht und Farbe, gemalt und fotografiert. Zu Dudelsackmusik treten 117 Schottenmuster-Stoffe im Film TARTANS, PLAIDS, BACKPIPES (Petra Kraus-Karon, Deutschland 1990) auf. Dem karierten Farbrausch folgt, in Schwarzweiß, Hans Richters FILMSTUDIE (Deutschland 1926). Durch ein Kaleidoskop gefilmte Objekte formieren sich zu Mustern, ein Kranz aus Augen in Bewegung, gerahmt von abstrakten Animationen. In Schwarzweiß animiert ist auch TUSALAVA (Großbritannien 1928) des Neuseeländers Len Lye, dessen Bildsprache sich an indigener Kunst des Südpazifiks orientiert. Lye lässt unbekannte Kreaturen erscheinen, die an Körperzellen denken lassen. THE ROOM OF CHROMATIC MYSTERY (2006) des australischen Filmemacher*innen-Paars Corinne und Arthur Cantrill führt in einen Raum aus farbigem Licht, begleitet von einer Toncollage aus Geräuschen und Stimmen. Im Anschluss an die Filmvorführung sind alle eingeladen, selbst farbige (Licht-)Muster zu gestalten.

september 2019, transfer

Sieben Dinge, die passierten, während Du schliefst: Workshop zu Spuren, Dokumenten und Archiven

Dem Archiv – traditionell als Aufbewahrungsort oder geordnetes System von Dokumenten definiert – kam zu allen Zeiten eine wichtige Rolle in der Konstruktion historischen Wissens zu. Bis heute ist das Archiv, das sich in verschiedensten Formen manifestiert, der zentrale Ort für die Verwahrung, Bergung und Interpretation der Vergangenheit. Doch wie könnte ein Archiv all die Momente erfassen, die nicht aufgezeichnet wurden, von denen keine physische Spur vorhanden ist?

Der zehnwöchige, partizipative, diskursive, multi-disziplinäre Workshop richtet sich an Künstler*innen, Autor*innen und Wissenschaftler*innen mit Interesse und/oder Erfahrung an/mit dem Thema. Die Treffen beginnen am 15. Oktober und werden in Folge wöchentlich bis einschließlich 17. Dezember immer dienstags von 18:00 bis 21:00 Uhr im silent green Kulturquartier stattfinden.

september 2019, transfer

Autumn School für Lehrer*innen: Ästhetik und Politik der Filmmontage

Unter dem Titel "Ästhetik und Politik der Filmmontage" richtet das Arsenal – Institut für Film und Videokunst vom 12.-14.09.2019 zum zweiten Mal eine dreitägige Autumn School für Lehrer*innen in Berlin und Brandenburg aus. Das Fortbildungsangebot führt Filmanalyse und -praxis zusammen und stellt Methoden für den Unterricht vor. Die im Rahmen der Autumn School präsentierten Kurzfilme und Filmausschnitte decken ein breites filmhistorisches und -ästhetisches Spektrum ab, das Spiel-, Dokumentar- und Propagandafilme sowie Beispiele der künstlerischen und politischen Avantgarde umfasst.

september 2019, transfer

Analog-Workshop 2019

Je mehr wir uns der Zukunft unserer Archivfilme widmen, desto mehr müssen wir Sorge tragen, dass es auch weiterhin genügend Kompetenz im Umgang mit analogem Filmmaterial gibt. Aus diesem Grund bietet das Arsenal vom 30. August bis 4. September erneut einen mehrtägigen Analog-Workshop an. Arsenal-Mitarbeiter*innen und Partner*innen begleiten die Teilnehmer*innen bei der Herstellung eines 16-mm-Films, geben Einblicke in Archivierung, Pflege und Digitalisierung bis hin zur Projektion im Kino. Der letzte Tag dient der Archivsichtung.

Anmeldeschluss war der 5. August.

august 2019, transfer

Arsenal Summer School: Film als politische Praxis

Vom 22.-24. August findet die diesjährige Summer School statt. Wie kann das Medium Film im Kino und im Ausstellungsraum Orte für gesellschaftlichen Diskurs und politisches Handeln herstellen? Die Beiträge und Workshops werfen einen Blick auf unterschiedliche Ausdrucksformen einer künstlerischen Praxis, die die Einflussnahme auf gesellschaftliche und politische Prozesse dezidiert mitdenkt, sei es durch Arbeit im Kollektiv, künstlerischen Aktionismus oder ästhetische Strategien, die auf die Arbeit des*r Zuschauer*in gerichtet sind, indem sie Rezeption als Partizipation begreifen. Im Fokus stehen Filme oder filmkuratorische Konzepte, die weniger als Aussage denn als politische Handlung betrachtet werden können. Anhand von historischen wie gegenwärtigen Beispielen geht es darum, was getan werden muss, um im Zusammenspiel von Bild-Politik und gesellschaftlicher Praxis etwas zu bewegen. Die Veranstaltungen finden teils in deutscher, teils in englischer Sprache statt.

juni 2019, transfer

"Offener Vorführraum" am 29. Juni

Vorführraum des Arsenal

Was bedeutet 16mm, 35mm und 70mm? Wie kommt der Ton zum Bild? Was ist und wozu dient ein Kasch? Wie funktioniert eine Überblendung? Und was passiert, wenn auf der Leinwand das Bild stehen bleibt und dahin schmilzt? Das Arsenal lädt all jene, die sich dafür interessieren, wie die Bilder auf die Leinwand kommen, zu einem Blick hinter die Kulissen in den "Offenen Vorführraum" ein. Bei einem Rundgang durch die Bildwerferräume erklärt unser Vorführer Bodo Pagels Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken, er zeigt, wie ein Film in den Projektor eingelegt wird und führt kenntnisreich in die Geheimnisse der Vorführkunst ein. Selbstverständlich beantwortet er gerne alle Fragen zur Kinotechnik und orientiert seine Führung nach Möglichkeit auch an den Interessen und Wünschen der BesucherInnen. Der nächste Termin ist am Samstag, den 25. Mai um 16 Uhr. Um Anmeldung im Voraus wird gebeten.

märz 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #28

Überraschung: am 31.3. gibt es zu diesem Thema gleich noch eine weitere Ausgabe unsere Filmateliers für Kinder, diesmal für alle ab sechs Jahren.

Wir haben Filme ausgesucht, die auf sehr unterschiedliche Weise überraschen. In Renate Samis WENN DU EINE ROSE SIEHST (Deutschland 1995) taucht mittendrin ganz unvermutet ein Bild auf, das überrascht. Im kurzen und stummen TULIPAN (Deutschland 2001) von Bärbel Freund und Ute Aurand wird sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt. COOTS (GB 1998) und BLINK (GB 1977) von Guy Sherwin sind kleine Bilderrätsel in Schwarzweiß und Maya Deren überrascht in A STUDY IN CHOREOGRAPHY FOR THE CAMERA (USA 1945) mit ihrem Schnitt. Die Schüler*innen der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule überraschen uns mit ihrer Fantasie und Schnelligkeit, und zum Schluss gibt es noch einen Überraschungsfilm.

märz 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #27

Das nächste Filmatelier für Kinder 10. März widmet sich Geräuschen, Musik und Klängen im Film.

Was klingt, kratzt, raschelt da im Film? Seit im Jahr 1895 das erste Mal Filme gezeigt wurden, gab es dazu Klänge und Musik. Geräusche, Musik und Klänge werden dabei zu einer Tonspur zusammengesetzt. Bevor wir eigene Klangexperimente machen und gemeinsam Ideen für einen Soundtrack zum Film HOW A MOSQUITO OPERATES erfinden und live spielen, entdecken wir, was in sechs Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist: FLUKE von Emily Breer (USA 1985) reist durch Luft und Wasser. In ROSALIE ET LÉONTINE VONT AU THÉÂTRE von Romeo Bosetti amüsieren sich zwei Freundinnen ganz königlich (Frankreich 1911). Bänder fliegen in M.M. Serras PP II (USA 1986) und finden in FADENSPIELE II immer neue Formen (Deutschland 2003). In Cathy Joritz’ NEGATIVE MAN (BRD 1985) verwandelt sich ein sprechender Mann, ohne dass er es bemerkt. HOW A MOSQUITO OPERATES (USA 1912) zeigt aus allernächster Nähe, wie eine Mücke ihrem Geschäft nachgeht.