mai 2019, transfer

"Offener Vorführraum" am 25. Mai

Vorführraum des Arsenal

Was bedeutet 16mm, 35mm und 70mm? Wie kommt der Ton zum Bild? Was ist und wozu dient ein Kasch? Wie funktioniert eine Überblendung? Und was passiert, wenn auf der Leinwand das Bild stehen bleibt und dahin schmilzt? Das Arsenal lädt all jene, die sich dafür interessieren, wie die Bilder auf die Leinwand kommen, zu einem Blick hinter die Kulissen in den "Offenen Vorführraum" ein. Bei einem Rundgang durch die Bildwerferräume erklärt unser Vorführer Bodo Pagels Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken, er zeigt, wie ein Film in den Projektor eingelegt wird und führt kenntnisreich in die Geheimnisse der Vorführkunst ein. Selbstverständlich beantwortet er gerne alle Fragen zur Kinotechnik und orientiert seine Führung nach Möglichkeit auch an den Interessen und Wünschen der BesucherInnen. Der nächste Termin ist am Samstag, den 25. Mai um 16 Uhr. Um Anmeldung im Voraus wird gebeten.

märz 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #28

Überraschung: am 31.3. gibt es zu diesem Thema gleich noch eine weitere Ausgabe unsere Filmateliers für Kinder, diesmal für alle ab sechs Jahren.

Wir haben Filme ausgesucht, die auf sehr unterschiedliche Weise überraschen. In Renate Samis WENN DU EINE ROSE SIEHST (Deutschland 1995) taucht mittendrin ganz unvermutet ein Bild auf, das überrascht. Im kurzen und stummen TULIPAN (Deutschland 2001) von Bärbel Freund und Ute Aurand wird sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt. COOTS (GB 1998) und BLINK (GB 1977) von Guy Sherwin sind kleine Bilderrätsel in Schwarzweiß und Maya Deren überrascht in A STUDY IN CHOREOGRAPHY FOR THE CAMERA (USA 1945) mit ihrem Schnitt. Die Schüler*innen der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule überraschen uns mit ihrer Fantasie und Schnelligkeit, und zum Schluss gibt es noch einen Überraschungsfilm.

märz 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #27

Das nächste Filmatelier für Kinder 10. März widmet sich Geräuschen, Musik und Klängen im Film.

Was klingt, kratzt, raschelt da im Film? Seit im Jahr 1895 das erste Mal Filme gezeigt wurden, gab es dazu Klänge und Musik. Geräusche, Musik und Klänge werden dabei zu einer Tonspur zusammengesetzt. Bevor wir eigene Klangexperimente machen und gemeinsam Ideen für einen Soundtrack zum Film HOW A MOSQUITO OPERATES erfinden und live spielen, entdecken wir, was in sechs Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist: FLUKE von Emily Breer (USA 1985) reist durch Luft und Wasser. In ROSALIE ET LÉONTINE VONT AU THÉÂTRE von Romeo Bosetti amüsieren sich zwei Freundinnen ganz königlich (Frankreich 1911). Bänder fliegen in M.M. Serras PP II (USA 1986) und finden in FADENSPIELE II immer neue Formen (Deutschland 2003). In Cathy Joritz’ NEGATIVE MAN (BRD 1985) verwandelt sich ein sprechender Mann, ohne dass er es bemerkt. HOW A MOSQUITO OPERATES (USA 1912) zeigt aus allernächster Nähe, wie eine Mücke ihrem Geschäft nachgeht.

februar 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #26: Kino-Zaubereien

Am 24. Februar findet die nächste Ausgabe des Filmateliers für Kinder statt, diesmal für alle ab 5. Bewegte Bilder im Kino haben etwas Magisches, das wussten bereits die ersten Filmemacher vor mehr als 100 Jahren. Doch sie wollten nicht nur zaubernde Bilder zeigen, sondern die Magie in den Filmen selbst wirken lassen. Der Filmschnitt macht es möglich. In CUISINE ABRACADABRANTE (Frankreich 1908) und LE SORCIER ARABE (Arabischer Zauberer, Frankreich 1906) lässt Segundo de Chomón auf seiner Filmbühne märchenhafte Zauberkunststücke vorführen. In Émile Cohls LE MOBILIER FIDÈLE (Die anhänglichen Möbel, Frankreich 1910) machen sich die Möbel selbständig und das Leben eines neuen Mieters zur Hölle. Spätere Filmemacher wie Kenneth Anger in RABBIT’S MOON (GB 1950/1978) oder Anita Thacher in LOOSE CORNER (USA 1986) spüren der Magie und den einfachen Tricks der ersten Filme nach und verzaubern auf eigene Weise. Abschließend treten wir in die Fußstapfen der Filmpioniere und basteln unseren eigenen Kino-Zauber.

januar 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #25

Am 20. Januar findet die nächste Ausgabe unseres Filmateliers für Kinder statt, diesmal für alle ab 5 Jahren.

Geisterstunde mal anders: Wenn in SPOOK SPORT (USA 1939) die Uhr zur Geisterstunde schlägt, führen bunte Geister einen fröhlichen Balletttanz auf. Auch am helllichten Tag spukt es hier und da: In AH! LA BARBE (Der lästige Bart, F 1905) treibt ein Spiegel seinen Schabernack, in der Geschichte vom Stuhl, A CHAIRY TALE (Kanada 1957), wehrt sich ein Stuhl gegen die Annäherungsversuche eines Mannes. Es entsteht eine tänzerische Choreografie. Auch Hexen treiben ihr Unwesen bei Tag: In BEWITCHED MATCHES (Behexte Zündhölzer, F 1903) werden Zündhölzer von einer Hexe zum Leben erweckt. Wie von Geisterhand bewegt führen die Hölzchen ein kleines Schauspiel auf. Im schablonenkolorierten Film MME CROQUEMITAINE (Die böse Hexe, F 1909) verwandelt eine Hexe Kinder in Riesengemüse. Ganz ohne Hexen und Gespenster gerät die Welt im Film VORMITTAGSSPUK (D 1928) aus den Fugen: Hüte fliegen herrenlos durch die Luft, Geschirr zerschlägt und repariert sich ganz von allein. Um 12 Uhr Mittag ist der Spuk vorbei.