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Exprmntl 4 Knokke

  • Regie

    Claudia von Alemann, Reinold E. Thiel

  • Deutschland / 1968
    43 Min. / OmeU

  • Originalsprache

    Deutsch, Englisch

Jahreswende 1967/68: im belgischen Seebad Knokke findet das 4. Internationale Experimentalfilmfestival statt. Claudia von Alemann und Reinold E. Thiel zeigen in ihrem Dokumentarfilm neben Filmausschnitten vor allem die Parallelereignisse, die spontanen Auftritte, Happenings und Protestaktionen unter anderem von Harun Farocki, Jean-Jacques Lebel, Shirley Clarke, Holger Meins, Gustav Lamche, Armand Gatti, Mauricio Kagel, von den Student*innen der HfG Ulm und der DFFB sowie von US-amerikanischen Underground-Filmemacher*innen. Der Film fängt die elektrisierende und inspirierende Atmosphäre ein, die das Festival von Knokke so legendär und zum entscheidenden Anstoß für den unabhängigen Film in Europa gemacht hat.
Der Film wird in einer neuen digitalen Restaurierung des Arsenal Filminstitut gezeigt.

Claudia von Alemann studierte Film an der Hochschule für Gestaltung Ulm bei Alexander Kluge. Ihre frühen Filme behandeln internationale politische Themen, darunter die Rolle des Films im Mai 1968 in Paris, die Zeit von Kathleen und Eldridge Cleaver in Algerien, das Engagement von Frauen im Vietnamkrieg und die Ausbeutung von Fabrikarbeiterinnen in Westdeutschland. 1973 organisierte sie gemeinsam mit Helke Sander das 1. Internationale Frauenfilmseminar im Kino Arsenal, Berlin. Sie arbeitet als Übersetzerin, Dozentin und freischaffende Filmemacherin; ihr Werk umfasst experimentelle und dokumentarische Arbeiten und Spielfilme.

Reinold E. Thiel (1933–2022) war Filmredakteur und Autor. Nach dem Abitur 1953 studierte er in Bonn sowie an der Freien Universität Berlin. Ab 1958 schrieb er für die Zeitschrift „Filmkritik“ und war 1963 Gründungsmitglied der Freunde der Deutschen Kinemathek. Von 1963 bis 1971 leitete er die WDR-Filmredaktion und verantwortete zahlreiche filmvermittelnde Produktionen, darunter Exprmntl 4 Knokke (Co-Regie mit Claudia von Alemann) sowie eigene Arbeiten wie Kenneth Anger – Film als magisches Ritual. Ab den frühen 1970er-Jahren war Thiel über zwei Jahrzehnte in der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und im Nahen Osten tätig.

Regie Claudia von Alemann. Koregie Reinold E. Thiel.

Weltvertrieb Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

Filme

Claudia von Alemann: 1968: Exprmntl 4 Knokke. 1969: Das ist nur der Anfang, der Kampf geht weiter / This ony the beginning, the struggle continues. 1970: Kathleen und Eldridge Cleaver in Algier / Kathleen and Eldridge Cleaver in Algiers. 1973: Es kommt drauf an, sie zu verändern / The point is to change it. 1977: Das Frauenzimmer / The Woman’s Room. 1981: Die Reise nach Lyon / Blind Spot (Berlinale 2019). 1982: Nebelland / Land of Fog (Forum 1983). 1987: Das nächste Jahrhundert wird uns gehören / The next century will be ours. 1988: Nuits Claires/Lichte Nächte / Light Nights. 1991: wie nächtliche Schatten/Rückfahrt / like shadows in the night/return to Thuringia. 2000: war einst ein wilder Wassermann / Shadows of Memory. 2016: Die Frau mit der Kamera / The Woman with the Camera.

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