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Kumbuka

Filmstill aus dem Film "Kumbuka" von Petna Ndaliko Katondolo. Menschen auf einem Markt schauen sich Fotos an.
© Petna Ndaliko Katondolo
  • Regie

    Petna Ndaliko Katondolo

  • USA, Niederlande, Demokratische Republik Kongo / 2021
    59 Min.

  • Originalsprache

    Swahili, Französisch, Englisch

KUMBUKA ist ein vielschichtiger Film, der sich mit der Geschichte und dem Erbe der kolonialen Sicht auf Afrika auseinandersetzt. Er erzählt von zwei aufstrebenden afrikanischen Filmemacher*innen und ihren Schwierigkeiten damit, einen hochgelobten, aber umstrittenen niederländischen Film, der von ihnen selbst handelt, neu zu schneiden. Als die Hauptcharaktere dieses Films hatten sie ihn öffentlich für seine eurozentrische Perspektive kritisiert, die ihrer Meinung nach ihre Geschichte verzerrte. Nachdem ihnen die Produktionsfirma des Films das Originalmaterial zur Verwendung angeboten hat, sehen sie sich zugleich mit der Chance konfrontiert, ihre aufkeimende Filmkarriere zu starten sowie mit den immer noch aktuellen Machtfragen, die sich bei filmischen Darstellungen von Afrika stellen. Ihre Bemühungen um eine Neubearbeitung werden mit zwei widersprüchlichen Sammlungen von Archivmaterial verwoben, die eine Metakritik sowohl am kolonialen Projekt als auch an der afrikanisch-futuristischen Bewegung, die im Kongo im Zuge von Petna Katondolos laufendem Projekt RECORDING AESTHETICS, formulieren.

Petna Ndaliko Katondolo lebt aktuell in Goma und Chapel Hill und ist als Filmemacher, Aktivist und Dozent tätig. Seine genreübergreifenden Arbeiten werden für ihren dekolonialen afrofuturistischen Stil geschätzt, der historische Inhalte mit zeitgenössischen gesellschaftspolitischen und kulturellen Themen verbindet. 2000 gründete er Yole!Africa und 2005 das Salaam Kivu International Film Festival. Ndaliko Katondolo unterrichtet und berät regelmäßig internationale Organisationen, die sich mittels Kultur- und Bildungsinitiativen mit sozialer und politischer Ungerechtigkeit unter marginalisierten Gruppen befassen. Nach MATATA (2019) und KAPITA (2020) ist er nun das dritte Mal im Programm von Forum Expanded vertreten.

Produktion Ellen Lammers. Produktionsfirma Alkebu Film Productions (Chapel Hill, USA). Regie, Buch Petna Ndaliko Katondolo. Kamera Petna Ndaliko Katondolo. Montage Petna Ndaliko Katondolo. Sound Design Lee Weisert. Ton Jack Muhindo Mahamba. Production Design Michael Castofas. Kostüm Speranza Sikuli. Maske Speranza Sikuli. Casting Petna Ndaliko Katondolo. Regieassistenz Michael Castofas. Production Manager Ganza Buroko. Executive Producer Cherie Rivers Ndaliko. Mit Bernadette Vivuya (Filmemacherin), Kagoma Twahirgwa (Filmemacher), Yabili Marcel (Kurator), Samy Baloji (Philosoph), Anny Mahamba (Great Spirit Nyabingi), Mzee Simisi (Weiser Mann), Petna Ndaliko (Lehrer), Fowota Mortoo (Bote), Maitre Nzungu (Krieger), Amir Bin Saidi (Lehrer der Krieger). 

Filme

Auswahl: 2004: Théâtre Brûlé (10 Min.), Lamokowang (13 Min.). 2005: Threatened Fate (7 Min.). 2007: Pandisha Bandera (45 Min.). 2010: Jazz Mama (32 Min.). 2012: Melting Justice (5 Min.). 2013: Mabele na Biso (34 Min.). 2014: Myth Eyes (3 Min.). 2016: The Dead Are Not Dead (10 Min.). 2019: Danze (21 Min.), Matata (37 Min., Forum Expanded 2020). 2020: Kapita (22 Min., Forum Expanded 2021). 2021: Kumbuka.

Bonusmaterial

Programmübersicht

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