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Unsere visuelle Praxis basiert auf analogen Methoden und Materialien. Ideen entfalten sich langsam, von der frühesten Konzeption hin zur Produktion von Bildern, Filmen und skulpturalen Formen. Jede dieser Phasen findet in oder mit der Natur statt. Die Landschaften, durch die wir uns bewegen, stellen die visuellen und akustischen Fragmente bereit, mit denen wir arbeiten: Geräusche, pflanzliche Materialien und Texturen, die durch aufmerksames Wandern gesammelt werden. Die Natur ist nicht nur unsere Muse und unsere Inspirationsquelle, sie ist unser Material, unser Spielplatz und – vor allem – unsere Komplizin. Jedes Element, mit dem wir arbeiten, hat bereits einen langen Prozess von Entstehung, Transformation und Verfall durchlaufen. Indem wir uns diesen Materialien mit spielerischer, fast schon kindlicher Neugierde nähern, nehmen wir wieder Verbindung mit einer rohen, instinktiven Form der Kreativität auf, die uns allen angeboren ist, aber mit zunehmendem Alter oft verloren geht. Wir arbeiten auf diese Weise, weil wir glauben, dass die Wiederentdeckung dieses ursprünglichen kreativen Impulses uns ermöglicht, einen ehrlicheren Dialog mit der Natur einzugehen, ihre Kraft anzuerkennen und unseren künstlerischen Prozess von ihr leiten zu lassen. 

Jedes Element, mit dem wir arbeiten, hat bereits einen langen Prozess von Entstehung, Transformation und Verfall durchlaufen.

Zentral für unsere Praxis ist die Erschaffung der „Ephemeral Beings“: Figuren, die organisch durch die Auseinandersetzung mit dem Pflanzenmaterial entstehen, das wir auf intuitive Weise auf unseren Wanderungen in der Landschaft zusammentragen. Im Studio kombinieren wir sie zu kohärenten, aber mysteriösen Formen. Diese Figuren sind keine bewussten Kreationen, sondern werden vielmehr durch den Prozess selbst enthüllt. Die Materialien werden zu Partnern und erlauben der Natur, ihre eigenen Gesten in das Bild einzuschreiben. Die Wesen werden gefilmt und fotografiert. Danach werden sie in die Landschaft zurückgebracht, um dort langsam zu zerfallen und ihren Kreislauf zu vollenden. All unsere 16-mm-Filme und Fotografien werden mit ungiftigen, alternativen Entwicklern entwickelt und gefärbt. Hierzu werden traditionelle Chemikalien durch pflanzliche Lösungen ersetzt, wie etwa Kaffee oder andere im Haushalt gebräuchliche Stoffe. Dieser Ansatz spiegelt unseren Einsatz für die Natur wider und bestärkt den direkten Austausch mit der Umwelt. 

Bigum + Björge

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