Regie
Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder
Deutschland / 2025
19 Min.
/ OmeU
Originalsprache
Deutsch
Die Zukunft prekärer Hinterlassenschaften der Menschheit wird an Standortfragen entlang diskutiert, in einer endlosen Onlinekonferenz mit 122 Teilnehmer*innen aus der Zivilgesellschaft. Alle Expert*innen sind sich einig: Gestein ist verlässlicher als Politik.
Ein stellenweise dreidimensionaler Film über die Suche nach dem deutsch-deutschen Atommüllendlager, zwischen Warnzeichen, Feedbackloops und Kommunikationsproblemen, leuchtenden Vogelschwärmen und dem Bereich zwischen Zeichen und Objekt. Ein Friedensdampfer kreuzt durch die Moselweinberge – vorbei am NATO-Atomwaffenstützpunkt, vorbei an den verpassten Klimazielen. Die Letzte und die vorletzte Generation begegnen sich nicht. „Wir sind in einer Klimakatastrophe. Braucht es Kartoffelbrei auf einem Gemälde, damit ihr zuhört?” Eine zum stereoskopischen Prä-Cyborg umgestaltete Gottesanbeterin schaut in eine verschobene Vergangenheit. Am Niederrhein wird ein ausrangierter Atommeiler zum All-inclusive-Freizeitpark. Es gibt in Deutschland noch kein Endlager für hochradioaktive Abfälle, doch „wie sollen die, die nach uns kommen, vor Gefahr gewarnt sein? Gibt es nicht auch ein Recht auf Vergessen?“
Juliane Jaschnow ist Künstlerin und Filmemacherin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind zeitgenössische und historische Bildpolitiken sowie kollektive Narrative, Erinnerungsprozesse und deren identitätsstiftende Dimension. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Ausstellungen und auf internationalen Medienkunst- und Filmfestivals gezeigt. Jaschnow ist Teil der Filmischen Initiative Leipzig FILZ und Mitbegründerin des Kunstraum.mpeg.
Stefanie Schroeder arbeitet mit Fotografie und Film. Sie verbindet einen dokumentarischen Ansatz mit Strategien der Konzeptkunst und interessiert sich für Gebrauchsweisen der Fotografie, den Begriff der Arbeit, (mentale) Landschaftstransformationen, Ostdeutschland, Geisterbilder und Spam-Mails. Sie ist Mitglied der Filmischen Initiative Leipzig und Mitbegründerin des Kunstraum.mpeg.
Regie Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder. Kamera Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder. Montage Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder. Musik Shoï Lorillard. Sound Design Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder. Sound Design Florian Marquardt. Produzent*innen Juliane Jaschnow, Stefanie Schroeder. Koproduzent*in Kathrin Lemcke. Produktionsfirma Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder (Leipzig, Deutschland).
Juliane Jaschnow: 2014: Die Angst des Wolfs vor dem Wolf / The Wolf Fearing the Wolf. 2015: ['d℧ŋkl''dɔɪ̯ʧlant] (Koregie Stefanie Schroeder). 2017: Die Wirkung des Geschützes auf Gewitterwolken / The Effect of Cannonry on Thunderclouds (Koregie Stefanie Schroeder). 2019: Rekapitulieren. 2026: Warnungen an die ferne Zukunft / Warnings to the distant future.
Stefanie Schroeder: 2014: Ein Bild abgeben / Imaging an Image. 2015: ['d℧ŋkl''dɔɪ̯ʧlant] (Koregie Juliane Jaschnow). 2017: 40h, max. 2 Monate, Die Wirkung des Geschützes auf Gewitterwolken / The Effect of Cannonry on Thunderclouds (Koregie Juliane Jaschnow). 2024: LA DUNA (Koregie Emerson Culurgioni). 2025: Cold Call. 2026: Warnungen an die ferne Zukunft / Warnings to the distant future.
Gefördert durch:
