Regie
Cassandra Gardiner, Juan Mateo Menendez
Kanada, Mexiko, USA / 2026
5 Min.
Originalsprache
Englisch
Ein Videospiel als alternative Geschichte: Land Invaders ist ein experimentelles 8-Bit-Videospiel, das auf dem Spielhallen-Klassiker Space Invaders basiert und sich der nostalgischen Ästhetik früherer Automatenspiele bedient. Doch anstatt Außerirdische daran zu hindern, auf dem Planeten Erde zu landen, sind die Spieler*innen aufgerufen, Christoph Kolumbus’ Schiffe – die Niña, die Pinta und die Santa Maria – abzuwehren, bevor sie die Küste von Turtle Island erreichen können. Das von Juan Mateo Menendez und Cassandra Gardiner (Bird x Bird) entwickelte Projekt nahm im Laufe der Produktion unerwartet kathartische Qualitäten für die Anishinaabe-Algonquin-Künstlerin Gardiner an. Ihr eröffnete sich ein symbolischer Weg, sich den historischen Kräften entgegenzustellen, die ihrem Volk und ihrer Community so großes Leid zugefügt haben. Durch sein Gameplay erkundet Land Invaders das Potenzial interaktiver Medien als Werkzeug für Reflexion und Heilung. Auf subtile Weise programmiert das Spiel neue Nervenbahnen hin zu Verständnis und Empowerment.
Cassandra Gardiner ist eine Anishinaabe-Algonquin-Filmemacherin, Kuratorin und Autorin aus der Kebaowek First Nation. Sie produzierte den Kurzdokumentarfilm Jewels Hunt, der von ITVS und TFI gefördert wurde und auf PBS Independent Lens ausgestrahlt wurde. Als engagierte Kulturaktivistin arbeitet sie aktiv in Indigenen Gemeinschaften und ist als Filmmentorin in ganz Kanada tätig.
Juan Mateo Menendez wuchs in Mexiko-Stadt auf, einer Stadt voller Farbe und Bewegung, die seine Leidenschaft für visuelles Erzählen entfachte. Nach drei Jahren als Content Director beim Tribeca Film Institute gründete er sein eigenes Motion-Graphics-Studio, Bird X Bird.
Regie Cassandra Gardiner, Juan Mateo Menendez. Produzent*innen Cassandra Gardiner, Juan Mateo Menendez. Produktionsfirma Bird x Bird (USA).
In Zusammenarbeit mit dem Berlinale Forum Expanded und dem Indigenous Screen Office lädt die Botschaft von Kanada zu einer Podiumsdiskussion und einem Künstler*innengespräch ein, das XR/VR/AR im Kontext indigener Medien und Kunstpraxis beleuchtet.
Das Gespräch unter der Leitung von Isabelle Ruiz vom Indigenous Screen Office gibt Einblicke in die Arbeit der Künstler*innen Cassandra Gardiner (Anishinaabe Algonquin/Kebaowek First Nation) und Juan Mateo Menendez und nutzt deren Praxis als Ausgangspunkt, um übergreifende Tendenzen sowie innovative Entwicklungen innerhalb indigener kreativer Ansätze sichtbar zu machen. Gemeinsam wird untersucht, wie immersive und augmentierte Medien von indigenen Künstler*innen eingesetzt werden, um dominante Narrative in kulturellen Institutionen zu erweitern, herauszufordern und neu zu kontextualisieren – etwa durch das „Augmentieren“ von Ausstellungen und das Einbetten indigener Perspektiven.
Die Podiumsdiskussion organisiert von Berlinale Forum Expanded in Kooperation mit der Botschaft von Kanada.
16.2. 15 Uhr
Veranstaltung in englischer Sprache. Eintritt frei. Einlass für Sicherheitskontrollen ab 14:30 Uhr.
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl, Registrierung ist obligatorisch: https://gstoo.de/FORUM_EXPANDED (Anmeldeschluss: 15. Februar – 16 Uhr)
Botschaft von Kanada, Leipziger Platz 17, 10117 Berlin
Cassandra Gardiner: 2013: The Edible Indian. 2023: Janelle Niles: Inconvenient (Koproduktion Kelly Aija Zemnickis). 2025: Land Invaders.
Juan Mateo Menendez: 2025: Land Invaders.
Gefördert durch:
