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Kaddu Beykat

Letter from My Village
Filmstill aus "Kaddu Beykat" von Safi Faye. zu sehen ist eine Schwarz-Weiß-Aufnahme auf der der Kopf einer Frau zu sehen ist, die eine Schale auf dem Kopf trägt, und ein Mann, der zu ihr gewandt steht.
Still aus KADDU BEYKAT von Safi Faye © Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V., Zeïba Monod
  • Regie

    Safi Faye

  • Senegal / 1975
    93 Min. / OmeU

  • Originalsprache

    Französisch, Wolof

Die anhaltende Dürre in einem senegalesischen Dorf führt dazu, dass die Erträge der Hirse- und Erdnussbauern sinken. Der katastrophale Schaden, dessen Ursache in der landwirtschaftlichen Monokultur der Kolonialzeit liegt, wird spürbar. Der Landarbeiter Ngor kann daher die Mitgift für seine Geliebte Coumba nicht aufbringen. Mit Gelegenheitsjobs versucht er sein Glück in Dakar. Die Filmemacherin Safi Faye, die Ethnologie studiert hat, umrahmt die Handlung mit ihren Kommentaren – es entsteht ein audiovisueller Brief über ihr Heimatdorf. Die mit einem kleinen Team in drei Wochen gedrehte Doku-Fiktion ist das hervorragende Ergebnis ihrer partizipatorischen Arbeit mit den Dorfbewohner*innen, darunter ihr Großvater, der kurz nach Ende der Dreharbeiten verstarb. Safi Faye war die erste Regisseurin aus der Subsahara, deren Filme kommerziell vertrieben wurden. Ihr eindringliches Filmschaffen wurde noch zu wenig untersucht, auch wenn es für seinen Blick auf die Erfahrungen von Frauen und Kindern in ländlichen Gebieten viel Zuspruch erhielt. Der Film wird an einem Gedenkabend anlässlich des ersten Todestags von Faye gezeigt, an dem im Gespräch mit Gästen an sie erinnert wird. (Can Sungu)

Safi Faye, geboren 1943 in Fad’jal bei Dakar, Senegal. Sie arbeitete als Lehrerin, studierte später in Paris Ethnologie und Film. Ihr erster Kurzfilm La passante entstand 1972, mit ihrem preisgekrönten Langfilmdebüt Kaddu Beykat (Berlinale Forum 1976) wurde sie einem internationalen Publikum bekannt. 1979 kam Faye für einen Video-Workshop an die Freie Universität Berlin und blieb anschließend mit einem DAAD-Stipendium in der Stadt. In dieser Zeit entstand der vom ZDF produzierte Film Man sa yay. Mossane war ihre letzte Filmarbeit. Safi Faye starb am 22. Februar 2023 in Paris.

Produktionsfirma Safi Productions (Dakar, Senegal). Regie Safi Faye. Buch Safi Faye. Kamera Patrick Fabry. Montage Andrée Davanture. Musik Charles Diouf, Maya Bracher. Mit Assane Faye, Maguette Gueye.

Filme (Auswahl): 1972: La passante / The Passerby (10 Min.). 1976: Kaddu Beykat / Letter from My Village (97 Min.). 1979: Fad’jal / Come and Work (113 Min.), Goob na nu / The Harvest Is In (29 Min.). 1980: Man sa yay / I, Your Mother (59 Min.). 1981: Les âmes au soleil / Souls under the Sun (27 Min.). 1982: Selbe et tant d’autres / Selbe: One Among Many (32 Min.). 1985: Racines noires / Black Roots. 1989: Tesito (30 Min.). 1996: Mossane (106 Min.).

Distribution:
Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.
+49 30 269 551 50
distribution@arsenal-berlin.de

Bonusmaterial

Forumsblatt 1976 und Essay

  • Filmstill aus "Kaddu Beykat" von Safi Faye. Zu sehen ist eine Nahaufnahme eines Mannes mit einem Bamboo Hut.

    Forumsblatt 1976

    Zeitgenössisches Forumsblatt zu KADDU BEYKET anlässlich der Vorführung im Internationalen Forum des jungen Films 1976

  • Filmstill aus "Kaddu Beykat" von Safi Faye. Zu sehen sind sechs Kinder, die den Boden harken. Zwei weitere Kinder laufen im Hintergrund.

    Essay

    Rama Salla Dieng's Essay „The land doesn't lie“ über Safi Fayes Film KADDU BEYKAT im Online-Magazin Africa Is a Country (externer Link).

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