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Afterwater

Filmstill aus „Afterwater“ von Dane Komljen. Eine Nahaufnahme der Arme und Oberkörper von zwei Personen.
© Flaneur Films
  • Regie

    Dane Komljen

  • Deutschland, Spanien, Republik Korea, Serbien / 2022
    93 Min.

  • Originalsprache

    Englisch, Spanisch, Serbisch

Zu Beginn von AFTERWATER, dem zweiten Langfilm des Künstlers und Filmemachers Dane Komljen, hört eine Studentin, eine der zwei Hauptfiguren, wie ein Kommilitone Seen als „variable ökologische Welten“ beschreibt. Im Geiste unbegrenzter Möglichkeiten erkundet und erschafft Komljen ebensolche Welten und imaginiert einen Film, der selbst fluide wie Wasser ist, dessen formale und erzählerische Eigenschaften sich auf Zeit, Raum, Sprache und Geschlecht auswirken. Der Film, inspiriert von G.E. Hutchinson, dem Begründer der Seenkunde und Urheber der eingangs erwähnten Beobachtung, beginnt damit, dass die beiden Protagonist*innen einen See außerhalb Berlins aufsuchen. Das Gewässer, an dem sie ihr Zelt aufschlagen, mündet trotz scheinbar klar definierter Grenzen schließlich in einen anderen See, der von seinen eigenen, aus der Zeit gefallenen Figuren bevölkert wird. Und dabei wird es nicht bleiben. AFTERWATER ist ein betörender, unergründlicher Film, dessen traumartige Atmosphäre von Jenny Lou Ziegels Bildgestaltung und Jakov Munižabas einnehmendem Sounddesign getragen wird. Der Film lädt das Publikum ein, nicht nur zuzuschauen, sondern ein- und unterzutauchen. Let’s go swimming. (Jesse Cumming)

Dane Komljen, geboren 1986 in Jugoslawien. Er studierte Filmregie sowie Kunst. Nach mehreren Kurzfilmen, die bei großen internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurden, entstand 2016 sein Langfilmdebüt All the Cities of the North. Afterwater ist sein zweiter abendfüllender Film.

Produzentin Zsuzsanna Kiràly. Ko-Produzent*innen Montse Triola, Nataša Damnjanović, Vladimir Vidić. Produktionsfirma Flaneur Films (Berlin, Deutschland). Ko-Produktionsfirmen Andergraun Films (Barcelona, Spanien), Dart Film (Belgrad, Serbien), Jeonju International Film Festival. Regie Dane Komljen. Drehbuch Dane Komljen. Kamera Jenny Lou Ziegel. Montage Dane Komljen. Sound Design Jakov Munižaba, Linus Nickl. Ton Johannes Schmelzer-Ziringer, Jordi Ribas. Kostüm Isabelle Lange. Koproduktion Jeonju International Film Festival. Mit Jonasz Hapka, Ton Gras, Rose-Anabel Beermann, Signe Westberg, Boban Kaluđer, Gorka Martin, Clàudia Robert, Alice Heyward, Orlando Rodriguez.

Filme: 2010: I Already Am Everything I Want to Have (35 Min.). 2013: Tiny Bird (30 Min.). 2014: A Surplus of Wind (25 Min.). 2015: Our Body (15 Min.). 2016: All Still Orbit (Ko-Regie: James Lattimer, 23 Min.), All the Cities of the North (100 Min.). 2017: Phantasiesätze (17 Min.). 2022: Afterwater.

Bonusmaterial

Essay und Kommentar des Regisseurs

  • Filmstill aus „Afterwater“ von Dane Komljen. Ein Paar liegt aneinander geschmiegt am Seeufer.

    Essay

    In „this must be underwater love“ birgt Jorge Jácome einen versunkenen Text über Dane Komljens Film AFTERWATER.

  • Filmstill aus „Afterwater“ von Dane Komljen. Ein Mann steht zwischen Heidesträuchern und riecht an einem Busch.

    Kommentar des Regisseurs

    Regisseur Dane Komljen über seinen Versuch, einen Film so flüssig wie Wasser zu machen.

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