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Akyn

Poet
Filmstill aus „Akyn (Poet)“ von Darezhan Omirbayev. Eine Frau sitzt alleine in einem leeren Theatersaal. Sie dreht sich um und schaut in die Kamera.
  • Regie

    Darezhan Omirbayev

  • Kasachstan / 2021
    105 Min.

  • Originalsprache

    Kasachisch, Russisch

Von der Poesie kann Dichter Didar nicht leben. Schreiben muss er frühmorgens, bevor er zu seinem Brotjob als Zeitungsredakteur aufbricht. Die Krisenstimmung in seinem Leben ist aber nicht nur wirtschaftlicher Natur. In der Redaktion diskutiert man pessimistisch über den Bedeutungsverlust des Kasachischen, aussterbende Sprachen und die weltweite Dominanz des Englischen. Überall starren Menschen auf Displays. Der Siegeszug von Content, Kommerzialisierung und sozialen Medien ist unaufhaltsam. Wer interessiert sich da überhaupt noch für Dichtung? Bei einer Lesung in der Provinz bleibt das Publikum jedenfalls überschaubar. Omirbayev lässt Didar ein Buch über den kasachischen Dichter Makhambet Otemisuly lesen, was ihm erlaubt, beide Figuren filmisch zu verknüpfen und uns zeitweilig aus dem Almaty der Gegenwart in das frühe 19. Jahrhundert und in die kasachische Steppe zu führen. Otemisuly hatte dort seinen Widerstand gegen die Obrigkeit mit dem Leben bezahlt. Wenn auch keine Lebensgefahr besteht, muss sich Didar die Frage beantworten, wie er seine Würde bewahren kann. (Anna Hoffmann)

Darezhan Omirbayev, geboren 1958 in Uyuk, UdSSR. Er studierte Mathematik, anschließend Film. Er hat seit seinem Langfilmdebüt Kairat (1992) mehrere Spielfilme gedreht, die auf den großen internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurden.

Produktion Yuliya Kim, Yerzhan Akhmetov. Produktionsfirma Kazakhfilm (Almaty, Kasachstan). Regie, Buch Darezhan Omirbayev. Kamera Boris Troshev. Montage Gulyaim Kozhamberdiyeva. Sound Design Alexandr Vlaznev. Ton Alexandr Vlaznev. Production Design Alexandr Rorokin. Kostüm Aliya Imasheva. Maske Aida Shaizada. Casting Aikhan Chatayeva. Regieassistenz Darkhan Kozhakhan. Executive Producer Olzhas Tartayev. Mit Yerdos Kanayev, Serik Salkinbayev, Klara Kabylgazina, Gulmira Khasanova, Bolat Shanin, Aida Abdurakhman.

Weltvertrieb Yuliya Kim

Filme: 1982: Zhizn (3 Min.). 1988: Shilde / July (25 Min.). 1992: Kairat (72 Min.). 1995: Kardiogramma (75 Min.). 1998: Tueur à gages / Killer (80 Min.). 2001: Jol / The Road (85 Min.). 2007: Chouga (85 Min.). 2012: Student (89 Min.). 2021: Akyn / Poet.

Bonusmaterial

Hintergrundtext, Kommentar des Regisseurs, Gedichte von Makhambet Otemisuly, Videoporträt über den Regisseur

  • Filmstill aus „Akyn (Poet)“ von Darezhan Omirbayev. Fünf Männer stehen an einer geöffneten Tür und schauen in ein Zimmer.

    Hintergrund

    In „Sprache und Macht“ schreiben Nina Frieß und Beate Eschment über die schwierige Lage der Literatur in Kasachstan

  • Filmstill aus „Akyn (Poet)“ von Darezhan Omirbayev. Ein Mann sitzt an einer Jurte und schaut nachdenklich nach oben.

    Kommentar des Regisseurs

    Darezhan Omirbaev über die Einsamkeit des Künstlers durch die Jahrhunderte

  • Filmstill aus „Akyn (Poet)“ von Darezhan Omirbayev. Ein Mann raucht alleine in einem Treppenhaus.

    Gedichte

    „Kiebitz” und „Ohne ein Schlachtross zu satteln” von Makhambet Otemisuly

  • Filmstill aus „Akyn (Poet)“ von Darezhan Omirbayev. Eine leere Straße gesehen aus der Windschutzscheibe eines Autos heraus.

    Video

    Porträt über Darezhan Omirbaev mit Interview- und Filmausschnitten

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