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Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien

Filmstill aus „Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien“ von Constantin Wulff: Drei Männer in einer Gesprächssituation in einem Büroraum. Sie hören angeregt zu.
© Navigator Film
  • Regie

    Constantin Wulff

  • Österreich / 2022
    120 Min. / OmEU

  • Originalsprache

    Deutsch, Serbokroatisch, Türkisch, Ungarisch

Die rote Faust im Foyer markiert die Arbeiterkammer Wien als historische Errungenschaft der Arbeiterbewegung. Dass sich die Idee einer gesetzlichen Interessenvertretung für Arbeitnehmer*innen in der postmigrantisch und pandemisch geprägten digitalen Gegenwart nicht überlebt hat, zeigt die Nachfrage: Am Empfang herrscht reger Betrieb. Die Klientel ist divers, der Zugang niedrigschwellig, das Angebot vielfältig, der Umgang freundlich, die Haltung engagiert. Im Stil einer teilnehmenden Beobachtung gibt FÜR DIE VIELEN dramaturgisch klug montierte Einblicke in die tägliche Praxis der Institution, von Beratungsgesprächen zum Arbeitsrecht, über Teamsitzungen und kulturelle Veranstaltungen hin zur Präsentation von wirtschaftswissenschaftlichen Analysen zur Vermögensverteilung. Der Begriff Sozialstaat wird hier so anschaulich, wie das Bild einer Gesellschaft entsteht, in der soziale Diskriminierungen üblich sind. Als die Kampagne zum 100-jährigen Bestehen der AK im Jahr 2020 mit dem Ausbruch der Coronapandemie kollidiert, wird die interne Organisation des Krisenmodus zentral – und es zeichnen sich ganz neue Herausforderungen für die Welt der Arbeit ab. Die Idee muss weiterleben, #fürimmer. (Birgit Kohler)

Constantin Wulff, geboren 1962. Er studierte Geschichte und Publizistik, anschließend Filmregie und ist als Produzent, Dramaturg, Kurator, Autor und Regisseur tätig. Seit 1993 hat er mehrere Dokumentarfilme gedreht, zuletzt Wie die anderen (2015).

Produktion Johannes Rosenberger, Johannes Holzhausen, Constantin Wulff. Produktionsfirma Navigator Film (Wien, Österreich). Regie, Buch Constantin Wulff. Kamera Johannes Hammel, Michael Schindegger. Montage Dieter Pichler. Ton Andreas Hamza, Claus Benischke-Lang. Regieassistenz Catrin Freundlinger, Olga Kosanović. Herstellungsleitung Monika Lendl.

Weltvertrieb Cercamon

Filme: 1993: Spaziergang nach Syrakus (Ko-Regie: Lutz Leonhardt, 65 Min.). 2002: Heldenplatz, 19. Februar 2000 (60 Min.). 2008: In die Welt (88 Min.). 2014: Ulrich Seidl und die bösen Buben (52 Min.). 2015: Wie die anderen (95 Min.). 2022: Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien / For the Many – The Vienna Chamber of Labour.

Bonusmaterial

Essay, Regiekommentar, und Hintergrund

  • Filmstill aus „Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien“: In der Eingangshalle eines Bürogebäudes putzt ein Mann die Einlass-Schranke. Rechts im Bild steht eine Skulptur: Eine große, rote, erhobene Faust.

    Essay

    In „Krisensicher“ geht Eva Hohenberger der Frage nach, ob so genannte Institutionenporträts nicht viel mehr Organisationen zeigen

  • Filmstill aus Constantin Wulffs „Für die Vielen“: Ein Mann sitzt in einem Raum und zeigt auf Notizen auf einem Flipchart

    Regiekommentar

    Constantin Wulff über die österreichische Arbeiterkammer und seine filmische Methode

  • Filmstill aus „Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien“ von Constantin Wulff. Im Foyer eines öffentlichen Gebäudes sitzen zwei Bauarbeiter und ein Mann in Bürokleidung auf einer Bank und schauen sich etwas außerhalb des Bildes an.

    Hintergrund

    Florian Wenninger erzählt in „Anwältin der ‚kleinen Leute‘“ eine kurze Geschichte der österreichischen Arbeiterkammer

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