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The United States of America

Still aus James Bennings „The United States of America“: Wir schauen durch eine Straßenunterführung. Auf der anderen Seite scheint die Nachmittagssonne. Unter der Brücke am Straßenrand Zelte, in denen Menschen leben.
© James Benning
  • Regie

    James Benning

  • USA / 2022
    98 Min.

  • Originalsprache

    Englisch

Für seinen ersten Film mit dem Titel THE UNITED STATES OF AMERICA (1975) porträtierte James Benning die USA durch die Windschutzscheibe eines Autos. Für seinen zweiten Film mit demselben Titel nimmt er das Land erneut unter die Lupe. Diesmal besteht der Film aus einer Aneinanderreihung statischer Aufnahmen aus je einem Bundesstaat, begonnen bei Heron Bay, Alabama, bis hin zu Kelly, Wyoming. Die makellos komponierten, knapp zweiminütigen Ansichten von Landschaften, Städten und dem, was dazwischenliegt, ergeben ein Porträt der USA von heute, das en passant auch deren Bruchlinien nachzieht: umzäunte Anstalten, ein austrocknendes Flussbett, heruntergekommene Straßen und Tankstellen, ein Camp unter einer Brücke. Auch die Vergangenheit ist gegenwärtig, sie scheint auf in den Songs und Reden, die hin und wieder die Hintergrundgeräusche übertönen und neben die Motive treten, die ein ganzes Werk evozieren; denn die Wolken, Züge und Hütten repräsentieren nicht nur Bundesstaaten, sondern auch Filme. Wie immer bleibt Zeit für abstrakte Überlegungen: Auch wenn jede Einstellung für einen Bundesstaat steht, ist es mit der Repräsentation so eine Sache. Welcher Bundesstaat ist am filmischsten? (James Lattimer)

James Benning, geboren 1942 in Milwaukee, USA, absolvierte ein Filmstudium. Seit 1972 dreht er Filme und fertigte zahlreiche Installationen an. Benning war seit 1977 häufig im Forum und bei Forum Expanded zu Gast, u.a. mit 11 x 14 (1977).

Produktionsfirma James Benning (Los Angeles, USA). Regie James Benning.

Filme (Auswahl): 1972: Time & A Half (17 Min.). 1975: The United States of America. 1977: 11 x 14 (83 Min., Forum 1977, Forum 2018), One Way Boogie Woogie (60 Min.). 1979: Grand Opera. An Historical Romance (90 Min., Forum 1980). 1985: O Panama (28 Min., Forum 1987). 1986: Landscape Suicide (95 Min., Forum 1987). 1997: Four Corners (80 Min., Forum 1998). 1999: El Valley Centro (90 Min., Forum 2002). 2000: Los (90 Min., Forum 2002). 2002: Sogobi (90 Min., Forum 2002). 2004: 13 Lakes (133 Min., Forum 2005), Ten Skies (101 Min., Forum 2005). 2005: One Way Boogie Woogie / 27 Years Later (120 Min., Forum 2006). 2007: RR (110 Min., Forum 2008). 2009: Ruhr (121 Min.). 2010: John Krieg Exiting the Falk Corporation in 1971 (71 Min.). 2011: Faces (135 Min.), Milwaukee/Duisburg (Installation, Forum Expanded 2011), Twenty Cigarettes (99 Min., Forum 2011), Small Roads (103 Min.). 2012: Nightfall (98 Min.), Stemple Pass (121 Min., Forum 2013), Easy Rider (95 Min.), One Way Boogie Woogie 2012 (90 Min.), BNSF (194 Min.). 2014: Natural History (77 Min.), Farocki (77 Min.), Concord Woods (121 Min.). 2015: American Dreams (85 Min.). 2017: Untitled Fragments (75 Min., Videoinstallation, Forum Expanded 2017). 2018: L. Cohen (45 Min., Videoinstallation, Forum Expanded 2018), glory. 2019: Maggie’s Farm (84 Min., Forum 2020).

Bonusmaterial

Essay und Playlist

  • Still aus dem Film „The Unites States of America" von James Benning: Man sieht Autos auf einer Rennstrecke, die im Dreck um die Kurve schliddern

    Essay

    In „Bitte sitzen bleiben!“ betrachtet Lukas Foerster THE UNITED STATES OF AMERICA im Kontext von James Bennings jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit der amerikanischen Landschaft

  • Filmstill aus James Bennings „The United States of America": Vier Pferde stehen auf einer Weide. Drum herum Bäume ohne Blätter.

    Playlist

    Die meisten der Songs und Reden, die in THE UNITED STATES OF AMERICA zu hören sind, sind auf YouTube zu finden. Wir haben sie in einer Playlist zusammengestellt

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