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As Noites Ainda Cheiram a Pólvora

The Nights Still Smell of Gunpowder
Filmstill aus "The Nights Still Smell of Gunpowder" von Inadelso Cossa. Zu sehen ist eine Frau mit roter Mütze sitzt vor einer Hütte aus Stöckern auf dem Boden.
Still aus THE NIGHTS STILL SMELL OF GUNPOWDER von Inadelso Cossa © Inadelso Cossa
  • Regie

    Inadelso Cossa

  • Mosambik, Deutschland, Frankreich, Portugal, Niederlande, Norwegen / 2024
    93 Min. / OmeU

  • Originalsprache

    Tsonga, Portugiesisch

Es ist dunkel und bleibt es. Mit Hilfe von Albträumen, Geräuschen, abwesenden Bildern und einem Kinderfoto in Schwarz-Weiß im trockenen Laub sondiert der Film langsam und fragmentarisch die Erinnerung an den Bürgerkrieg in Mosambik, der von 1977 bis 1992 währte. Behutsam eingesetztes Archivmaterial. Die Kämpfer für die Unabhängigkeit (FRELIMO) und die Rebellen des Nationalen Widerstands (RENAMO) bekriegten sich, unzählige Landminen forderten ihre Opfer. Der Filmemacher Inadelso Cossa, damals noch ein unbeschwertes Kind, besucht nun das Dorf seiner Großmutter. Hier leben Opfer und Täter, ehemalige Rebellenkämpfer und überlebende Zivilist*innen. Cossa fragt den Tonmann Moises, der in der Dämmerung Stimmen aus den Gräbern hört: „Willst du darüber reden?“ Die Großmutter leidet an beginnendem Alzheimer, nur nachts kann sie sich erinnern. Ein ehemaliger Rebell betäubt sich mit Alkohol und führt die Kämpfe in seiner Seele weiter. Der Nachhall des Schreckens ist allgegenwärtig. Vor dem Hintergrund der in Mosambik tabuisierten Bürgerkriegsgeschichte entwickelt As noites ainda cheiram á pÓlvora einen sensorischen Zugang zu Geistern, zu fehlenden und fiktiven Erinnerungen. (Madeleine Bernstorff)

Inadelso Cossa, mosambikanischer Filmemacher und seit 2020 Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Er ist der Gründer von 16mmFILMES. Sein erster Dokumentarfilm Uma memória em três atos wurde 2016 auf dem IDFA uraufgeführt und gewann 2018 den Sonderpreis der Jury auf dem Zanzibar International Film Festival.

Produktion Thomas Kaske, Emilie Dudognon, Inadelso Cossa. Produktionsfirmen 16mm filmes (Maputo, Mosambik), IDA.IDA (Paris, Frankreich), Kaske Film (Berlin, Deutschland). Regie Inadelso Cossa. Buch Inadelso Cossa. Kamera Inadelso Cossa. Montage Tomás Baltazar, Inadelso Cossa. Sound Design Taco Drijfhout. Ton Moises Langa. Koproduzent*in Frank Hoeve, António Câmara Manuel, Elisa Fernanda Pirir, Ragna N. Midtgard, Birk Hanum. Koproduktion DuplaCena, BALDR Film, STÆR, Filmreaktor. Mit Inadelso Cossa, Maria Estevão, Moises Langa, Macuacua, Zalina, Elisa.

Weltvertrieb Syndicado Film Sales

Filme: 2016: Uma memória em três atos / A Memory in Three Acts (Dokumentarfilm). 2020: Karingana – The Dead Tell No Tales (Kurzfilm). 2024: As Noites Ainda Cheiram a Pólvora / The Nights Still Smell of Gunpowder (Dokumentarfilm).

Bonusmaterial

Kommentar des Regisseurs und Interview

  • Filmstill aus "The Nights Still Smell of Gunpowder" von Inadelso Cossa. Zu sehen sind zwei Männer in einem dunklen Türrahmen.

    Kommentar des Regisseurs

    Inadelso Cossa über Filmemachen gegen das Auslöschen von Erinnerung

  • Filmstill aus "The Nights Still Smell of Gunpowder" von Inadelso Cossa. Zu sehen ist eine Frau mit roter Mütze sitzt vor einer Hütte aus Stöckern auf dem Boden.

    Interview

    Asja Makarević and Barbara Wurm speak with Inadelso Cossa about AS NOITES AINDA CHEIRAM A PÓLVORA

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