November 2013, kino arsenal

Spekulantenwahn. Zwischen ökonomischer Rationalität und medialer Imagination

WELL DONE, 1994

Je höher das Risiko, desto größer der Gewinn. Je risikoreicher die Investition, desto höher deren Preis. Kapital, das sich vermehrt, ist immer spekulativ; es baut auf das Vertrauen in die Zukunft. Die von Florian Wüst kuratierte Filmreihe, ein Projekt des Goethe-Instituts und des Instituts für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, reflektiert die ambivalente "Magie der modernen Finanzwelt" vor dem Hintergrund der ökonomischen, sozialen und technischen Entwicklungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Thomas Imbachs WELL DONE beschreibt in seriellen Montagen den postindustriellen Arbeitsplatz mit seinem Diktat des Datenflusses. Als Vorfilm: DAS NEUE WERKZEUG, eine IBM-Auftragsproduktion von 1962. (5.11.) In NICHT OHNE RISIKO dokumentiert Harun Farocki die harten Verhandlungen zwischen Unternehmern und Investoren, während Jan Peter HammersTHE ANARCHIST BANKER(12.11.) ein TV-Gespräch mit einem egozentrischen Bankier inszeniert. (fw)