Laura Tonke, 1974 in West-Berlin geboren und aufgewachsen, kann auf eine beeindruckende 35-jährige Schauspielkarriere mit zahlreichen Auszeichnungen zurückblicken. Mit 15 wurde sie auf dem Hof der Sophie-Scholl-Schule in Schöneberg für Michael Kliers OSTKREUZ (1991) entdeckt. Heute ist sie eine feste Größe im deutschen Kino, hat mit Autorenfilmer*innen wie Thomas Arslan, Rudolf Thome, Tom Tykwer, Dominik Graf, Sonja Heiss, Laura Lackmann, Fatih Akin u.v.a.m. gedreht. Außerdem hat sie fürs Fernsehen gearbeitet, Theater gespielt und ist beim Performance-Theaterkollektiv Gob Squad dabei. Auf einer Schauspielschule war sie nie, ihr Wissen über Schauspielerei ist beim Sehen von Filmen entstanden. In ihre Rollen bringt sie auch sich selbst mit: ihren unnachahmlichen Blick, ihr Lächeln, ihr Staunen und ihren Witz.
Mit einer kleinen Auswahl von sieben Filmen (1991–2025), die das Spektrum von Laura Tonkes Können in Haupt- und Nebenrollen andeuten, ehrt das Arsenal eine faszinierende Berliner Schauspielerin. Ob sie einen in sich gekehrten Teenager in der Tristesse nach dem Mauerfall spielt, eine desorientierte junge Frau in San Francisco, Gudrun Ensslin oder eine aalglatte Callcenter-Chefin, ob sie eine Mutter mit Angststörung verkörpert, einen „Heinz“ oder eine überzeugte Nationalsozialistin – immer verleiht sie dem Film ihre spezifische Signatur. Wir freuen uns sehr auf die drei Abende, an denen Laura Tonke im Arsenal zu Gast ist. (Birgit Kohler)
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