feminist elsewheres organisiert seit 2023 Veranstaltungen, die feministische Film- und Kunstgeschichte aktualisieren und kontextualisieren. Dieses Jahr findet eine Film- und Workshopreihe im Kino Arsenal und im Tempelhofer Projektraum statt. Nach der Vorführung von Ali* Beneckes Darf man etwa nicht so egozentrisch sein und seine Erfahrungen für sich behalten? Diasporisches Erinnern an Fasia Jansen (2021) beim ersten feminist elsewheres Festival 2023, widmet sich dieses Jahr das erste Programm ebenfalls Fasia Jansen (1929–1997). Als Sängerin und linke feministische Aktivistin wurde Jansen in den 70er und 80er Jahren bei den wilden Streiks und Ostermärschen in Deutschland berühmt. Sie überlebte den Holocaust und kämpfte als Schwarze lesbische Frau ihr Leben lang für eine bessere Welt. Keiner schiebt uns weg ist die deutschsprachige Version des afroamerikanischen Liedes We shall not be moved, das als Protestsong in die Geschichte der US-Bürgerrechtsbewegung eingegangen ist und sich mit Jansen auch in die Arbeitskämpfe der BRD einschrieb. Das Programm bringt Film und Dokumente, Recherchen und Erinnerungen zu Fasia Jansen zusammen und lädt die Aktivist*innen, Künstler*innen und Filmemacher*innen Jasmin Eding, Marny Garcia Mommertz, Christel Priemer und Ina Wudtke zum Gespräch über ihr Schaffen und Leben ein, moderiert von Anujah Fernando.
FASIA JANSEN – SÄNGERIN (Christel Priemer, BRD 1986) ist das erste Filmporträt der Sängerin und Teil der öffentlich-rechtlichen Fernsehreihe „Frauengeschichten” (1981-1993). Der Film besteht aus Interviews mit Jansen, die durch Aufnahmen ihrer Auftritte gegliedert sind. Mommertz gibt einen Einblick in ihre Recherchen für What would Fasia say? (2025), die im von ihr und Tmnit Ghide geleiteten Workshop (17.5.) im Vordergrund stehen. Künstlerin Ina Wudtke und ADEFRA e.V.-Mitbegründerin Jasmin Eding stellen ihre Arbeit an der Audio-Installation Black Lives Audio Triptych vor, die im Anschluss in der Version FASIA eröffnet wird (D 2024, 16.5.–31.5., im Foyer im Untergeschoss). Hier geht Wudtke den Leben der drei Schwarzen Kommunist*innen Fasia Jansen, Hilarius Gilges und Joseph Ekwe Bilé nach. (fe)
Die Installation ist vom 16.–31.5. während der Kino-Öffnungszeiten frei zugänglich.
Der Workshop findet am 17.5. von 13–16 Uhr im Projektraum feminist elsewheres statt, er ist nach Anmeldung kostenlos. Mehr Informationen zu Inhalt und Anmeldung finden sich hier: www.feminist-elsewheres.de. Das Programm wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
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