Die überwältigende Menge interessanter Debütfilme legt einen zweiten Monat mit dem Fokus auf Erstlingswerken im Rahmen des Filmgeschichtsprogramms nahe. Wie schon im Mai und dem grundsätzlichen Ansatz der Magical History Tour folgend, geht der Blick in unterschiedlichste stilistische Richtungen. Ein verbindendes Element ist der Nachdruck, mit dem sich die künstlerischen Anfänge gegen filmische wie gesellschaftliche Konventionen stemmen und Sehgewohnheiten herausfordern (in mindestens einem Fall auch heute noch schockieren) sowie der Mut und die Risikobereitschaft der Regisseur*innen, mal ihre Umwelt schonungslos zu zeigen, mal sich selbst radikal persönlich in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht wenige der hier versammelten Filmemacher*innen haben sich den Gestus des Aufbruchs und des Experiments in ihrem späteren Œuvre bewahrt. (Milena Gregor)
Gefördert durch:

