In unserem Schaufenster in der Gerichtstraße 53 zeigen wir während der Berlinale (12.–22.2.) einen Film von Ken und Flo Jacobs: POPEYE SEES 3D (USA 2016). Die Pionier*innen des US-Avantgardefilms sind beide im letzten Jahr verstorben. Seit den 50er Jahren prägten die Filme und „Nervous System“-Performances von Ken Jacobs, die er in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Malerin Flo Jacobs, entwickelte, den internationalen Experimentalfilm. Dem Arsenal waren die Jacobs, die auf Einladung des DAAD ein Jahr in Berlin verbrachten, sehr eng verbunden. Über die Jahrzehnte hinweg wurden ihre Filme hier wie auch im Forum und Forum Expanded immer wieder gezeigt. Eine große Auswahl befindet sich im Arsenal-Archiv.
POPEYE SEES 3D ist eine Sammlung von „Eternalisms“: Mittels eines von Jacobs eigens patentierten Verfahrens entstehen stereoskopische Miniaturen von New Yorker Straßenszenen. Der dreidimensionale Effekt der Bilder ist ohne spezielle Brille sichtbar und stellt sich paradoxerweise dann am stärksten ein, wenn sie mit nur einem Auge betrachtet werden. (Uli Ziemons)
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