Fr 25.09.
18:00
Regie
Angela Melitopoulos, Kerstin Schroedinger
Griechenland / 2026
4 Min.
/ Digital file
/ Ohne Dialog
Kino
Arsenal
zu dem KalenderEröffnung Archival Assembly #4, Zu Gast: Angela Melitopoulos, Kerstin Schroedinger
Die Pnyx ist ein felsiger, von einer Parklandschaft umgebener Hügel im Zentrum Athens. An ihrem Hang befinden sich eine weitläufige Plattform aus verwittertem Gestein sowie ein Rednerpult, denn ab 507 v. Chr. versammelten sich die Athener dort, um ihre Volksversammlungen abzuhalten. Um die Macht dieser Versammlungen zu stärken und den Einfluss der Aristokratie auf die Politik der Polis zu verringern, etablierten sie eine direkte Demokratie, die „freien Bürgern“ gleiche Rechte einräumte, Frauen, Sklaven und Fremde jedoch ausschloss. Dieses „Parlament der Welt“ gewährleistete einerseits die gleichmäßige Anwendung der Gesetze und fungierte zugleich als Volksversammlung, die befugt war, Bürger zu bestrafen und auszuschalten, wenn diese eine Bedrohung für den Staat darstellten oder potenziell Tyrannen waren.
Bei einem Spaziergang durch Athen unterhielten sich Angela Melitopoulos, Kerstin Schroedinger und Stefanie Schulte Strathaus über das Thema der kommenden Archival-Assembly-Ausgabe und stießen dabei auf die Pnyx. Die Idee für den Eröffnungsfilm war geboren.
Das vollständige Eröffnungsprogramm wird in Kürze bekanntgegeben.
Angela Melitopoulos ist Künstlerin und produziert experimentelle Medienkunstwerke, vor allem multi-screen Videoinstallationen. Ihre Filminstallationen zu mnemonischer Politik verkörpern widerständige Subjektivitäten und postkoloniale Allianzen in historischen Kontexten von imperialistischer Gewalt, Faschismus und staatlicher Unterdrückung von Migration im 20. Jahrhundert. Ihre Videoarbeiten wurden international auf Festivals, Ausstellungen und in Museen präsentiert. Sie promovierte in Visual Cultures am Goldsmiths College der University of London und lehrte Medienkunst an der Royal Danish Academy of Fine Arts und der HfG Karlsruhe. Melitopoulos und Schroedinger arbeiten seit 2019 zusammen und haben ein Musikprojekt namens Zonkey.
Kerstin Schroedinger arbeitet an langfristigen, forschungsbasierten Projekten an der Schnittstelle von Film, Ton und Performance und setzt sich dabei mit den sozialen und politischen Strukturen zeitbasierter Medien anhand ihrer Historizität und Materialität auseinander. Derzeit ist sie als Forscherin an der Academy of Fine Arts Helsinki tätig. Schroedingers Arbeiten wurden weltweit gezeigt und ausgestellt, unter anderem im CIC Cairo, im Whitney Museum of American Art in New York, auf der 17. Istanbul Biennale und 2. Kyiv Biennale, und waren unter anderem auf internationalen Filmfestivals in Berlin, Hongkong und Toronto zu sehen. Melitopoulos und Schroedinger arbeiten seit 2019 zusammen und haben ein Musikprojekt namens Zonkey.
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