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Mi 30.09.
20:30

  • Regie

    Stephen Dwoskin

  • UK / 1970-1994

  • Kino

    Arsenal

    zu dem Kalender
  • Zu Gast: Henry K. Miller

1994, 30 Jahre nach seiner Ankunft in London aus New York, stellte Stephen Dwoskin (1939–2012) Fragmente aus seinem persönlichen Archiv zusammen, um eine Art autobiografischen Film zu schaffen. TRYING TO KISS THE MOON erzählt „die doppelte Geschichte der Erinnerung, indem er die Schönheit ihrer Zeugnisse mit der Traurigkeit ihrer Flüchtigkeit vereint“ (Laura Mulvey). Eine eindrückliche Szene zeigt Beatrice „Trixie“ Cordua, wie sie sich ihre erste Zusammenarbeit mit Dwoskin, TRIXI (1971), ansieht. Dwoskin verzichtete bewusst auf Informationen, Namen, Daten und Ortsangaben. Er ließ die Dokumente selbst schwer greifbar erscheinen, indem er sie von verschiedenen Bildschirmen abfilmte.

Dieses vom Filmhistoriker Henry K. Miller kuratierte Programm entstand aus seiner intensiven Auseinandersetzung mit Dwoskins umfangreichem Archiv, das an der University of Reading bewahrt wird. Unter Rückgriff auf das Schrift- und Fotoarchiv beleuchtet es die Entstehung von TRYING TO KISS THE MOON. Einige Passagen hatte Dwoskin ohne Erläuterung in den Film integriert – darunter Teile seines frühen, nicht vollendeten Werks Pot Boiler (ca. 1964 in New York gedreht), in dem Yvonne Rainer mitwirkt. Neben Rushes aus TRYING TO KISS THE MOON zeigt das Programm auch Ausschnitte aus Filmen Dwoskins, die nie veröffentlicht oder später zurückgezogen wurden. Zudem wird TRIXI in voller Länge projiziert – als Hommage an Beatrice Cordua, ein Jahr nach ihrem Tod im Jahr 2025.

Programm:

Trixi GB 1971, 16mm, 28min
Short (c. 2–5min) extracts from:
Awaken (unreleased, c. 1964)
Plain Jane (unreleased, c. 1968)
Pot Boiler (unreleased, c. 1964)
The Sinking of the Titanic (unreleased, 1975)
and the ‘rushes’ from
Trying to Kiss the Moon (1994).

Dr. Henry K. Miller war Senior Research Fellow im Rahmen des Legacies of Stephen Dwoskin-Projekts an der University of Reading (2018–22). Zusammen mit Prof. Rachel Garfield ist er Mitherausgeber von DWOSKINO: The Gaze of Stephen Dwoskin, das für den Kraszna-Krausz Book Award nominiert wurde. Er ist Autor von The First True Hitchcock (2022) und Herausgeber von The Essential Raymond Durgnat (2014). Er schreibt seit vielen Jahren regelmäßig Beiträge für das Magazin Sight and Sound und ist Dozent für Film an der Anglia Ruskin University in Cambridge.

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