So 13.09.
19:30
Kino
Arsenal
Regie
Zacharias Zitouni
Deutschland, Algerien / 2019
26 Min.
/ DCP
/ OmeU
In FIRST IN FIRST OUT filmt Zacharias Zitouni seinen Vater mit dessen alter Videokamera und sucht so nach der verdrängten Familiengeschichte von Haft und Abschiebung. Found-Footage-Urlaubsbilder treffen auf Gegenwartsaufnahmen; Bildstörungen machen das Medium selbst zum Ort poröser Wahrnehmung. Die multiperspektivische Erzählung entwirft mehrsinnige Aussagen, die den Erinnerungsraum weit aufspannen.
Regie
Hito Steyerl
Deutschland, Österreich / 2004
25 Min.
/ Digital file
/ OF
Originalsprache
Englisch
Ausgehend von ihrem 1983 auf Super-8 gedrehten feministischen Martial-Arts-Film untersucht Hito Steyerl in ihrem bildkritischen Essayfilm NOVEMBER die Wechselbeziehungen zwischen Populärkultur und politischem Aktivismus: Die Rebellin im Amateurtrashfilm – ihre Freundin Andrea Wolf – wird später als kurdische PKK-Kämpferin getötet. Das Voiceover-Ich liest die fröhlich-emanzipatorische Selbstermächtigungsfiktion im Rückblick als Dokument – so als sei Wolfs spätere Geschichte bereits in den fiktiven Bildern von einst angelegt. NOVEMBER handelt nicht nur vom Verhältnis zwischen den Bildern, sondern auch von deren Vermächtnis.
Regie
Gabriele Mathes
Österreich / 2006
22 Min.
/ 35 mm
/ OF
Originalsprache
Englisch
In EINE MILLION KREDIT IST NORMAL, SAGT MEIN GROSSVATER von Gabriele Mathes wird die eigene Familiengeschichte aus alten Super-8-Filmen geborgen. Die verblichenen, körnigen Bilder entwerfen ein idyllisch anmutendes Familienglück, das der nachträgliche Text konterkariert: Die lakonische, in kurzen Hauptsätzen verfasste Ich-Erzählung berichtet aus dem Off vom Konkurs des familiären Betriebs und wirkt durch die vielen Anaphern apodiktisch.
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