Mo. 30.11.
19:00
Kino
Arsenal
zu dem KalenderPräsentiert von Anna Zett
Mit Wissenschaft und Theater als institutionellen Vorfahren bespielt das Kino die Schwelle zwischen Innen und Außen. Als Künstler*in sowie Zuschauer*in lande ich dabei immer wieder bei Filmen, die dem experimentellen oder performativen Genre zugeordnet werden. Die folgende Auswahl beschäftigt sich mit Spielräumen für psychologisches und choreografisches Bewusstsein, die durch klare äußere Setzungen innen lebendig werden. Nan Hoover thematisiert in WAITING (USA 1979) die Wahrnehmung von Zeit als emotionale Erfahrung. In BEFORE THE FLOWERS OF FRIENDSHIP FADED, FRIENDSHIP FADED von Lior Shamriz (D 2011) ringt das innere Erleben des Protagonisten mit der Äußerlichkeit sozialer Bindung. Der Stummfilm HÄNDE von Stella F. Simon und Miklós N. Bándy (D 1929) untersucht Beziehung als performative Körpersprache. In Maya Schweizers Film ERRANT GESTURES (2023) bespielen Hände einen assoziativen Raum zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Zuletzt wird in Sharon Lockharts frühem Film TEATRO AMAZONAS (USA 1999) mittels einer Umkehrung der vierten Wand Wahrnehmung als politische Choreografie erfahrbar. (Anna Zett)
Filme:
Waiting Nan Hoover USA 1979 16 mm OF 10 Min.
Before the Flowers of Friendship, Friendship Faded Lior Shamriz
Deutschland 2011 DCP OmeU 7 Min.
Hände Stella F. Simon, Miklós N. Bándy D 1929 DCP dt. ZT 15 Min.
Errant Gestures Maya Schweizer D 2023 Digital file 8 Min.
Teatro Amazonas Sharon Lockhart USA 1999 35 mm ohne Dialog 35 Min.
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