Sa 09.05.
20:00
Regie
Valerio Zurlini
Italien / 1955
90 Min.
/ 35 mm
/ OmeU
Kino
Arsenal
zu den Ticketszu dem KalenderDer junge Mechaniker Andrea Sernesi – wegen der vermeintlichen Ähnlichkeit mit dem Hollywood-Star Robert Taylor „Bob“ genannt –, ist im florentinischen Stadtteil Borgo San Frediano ein berüchtigter Herzensbrecher, der gleichzeitig Beziehungen zu fünf Frauen unterhält. Als eine seiner „Verlobten“ davon erfährt, informiert sie die anderen vier; gemeinsam planen sie, Bob eine Lektion zu erteilen. Valerio Zurlinis Debüt ist das Porträt einer Generation, die zwischen einem noch ländlichen Italien, das in einer archaischen Moral verhaftet ist, und einem sich modernisierenden Land schwebt. Die Figur des Bob nimmt charakteristische Züge der „ragazzi di vita“ Pasolinis vorweg, die Protagonistinnen schwanken zwischen dem Festhalten an traditionellen Rollen und der Erforschung neuer Formen der Emanzipation.
Vorfilme: Serenata da un soldo Italien 1953 35 mm ital. OmeU 12 Min.
Soldati in città Italien 1953 35 mm ital. OmeU 10 Min.
La stazione Italien 1953 35 mm ital. OmfU | 11 Min.
SERENATA DA UN SOLDO: Der Kurzfilm „erzählt vom Leben der Straßenklavierspieler, meist junge Männer aus Süditalien, die für einen miserablen Lohn von einem zwielichtigen Paar abhängig waren, das etwa 20 alte Klaviere besaß und diese von morgens bis zum Sonnenuntergang durch die Stadt schickte.“ (Valerio Zurlini)
SOLDATI IN CITTÀ: Ein weiteres Mal spielen Militärangehörige eine Hauptrolle in Zurlinis Werk, hier in Friedenszeiten. Die Kamera begleitet einige Soldaten während ihres Freigangs durch die Straßen von Rom.
LA STAZIONE: „Der Film war das allererste Beispiel eines Cinéma vérité und seiner Zeit um viele Jahre voraus. Er wurde innerhalb eines Monats gedreht, stets in den noch düsteren Stunden der Morgendämmerung, und zeigte auf erschreckend authentische Weise die Realität eines Italiens, das sich nicht verändert hat: arme Menschen, die in den Warteräumen der dritten Klasse schliefen, Süditaliener, die auf den Zug warteten, der sie in den Norden bringen sollte, um dort Arbeit zu suchen, und das ganze nackte und verborgene Leben dieses wunderschönen, gerade erst eingeweihten Bahnhofs“ (Stazione Termini in Rom). (Valerio Zurlini)
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