So 18.10.
16:00
Regie
Masaki Kobayashi
Japan / 1959
176 Min.
/ 35 mm
/ OmeU
Originalsprache
Japanisch
Kopie der Japan Foundation
Kino
Arsenal
zu dem Kalender„Alle meine Filme beschäftigen sich ab einem bestimmten Punkt mit dem Widerstand gegen fest verwurzelte Macht. Ich glaube, ich habe Autoritäten schon immer in Frage gestellt. Das galt auch für mein eigenes Leben, einschließlich meiner Zeit beim Militär. Nach dem Krieg kam schließlich eine Zeit, in der wir diese Themen direkt ansprechen konnten“, sagt Masaki Kobabyashi und beginnt Ende der 50er Jahre mit der Arbeit an NINGEN NO JOKEN, einer neunstündigen schonungslosen Anklage gegen das unmenschliche Vorgehen der japanischen Armee in der besetzten Mandschurei während des Zweiten Weltkriegs. Basierend auf dem gleichnamigen, Mitte der 50er erschienenen autobiografischen Roman von Junpei Gomikawa und produziert vom Ninjin Club zeigt das dreiteilige Epos mit streckenweise drastischer Gewalt den Weg des naiv-idealistischen Kaji vom kriegsdienstverweigernden Aufseher eines Zwangsarbeiterlagers zum Soldaten und schließlich zum Kriegsgefangenen in einem sowjetischen Lager.
NINGEN NO JOKEN II: 1944/45: Seine humanistischen Überzeugungen bringen den zwangsrekrutierten Kaji bald in Konflikt mit gnadenlosen Offizieren, die die Rekruten im Ausbildungslager schikanieren und demütigen. Das Ergebnis einer Beschwerde über einen Militär ist Kajis Versetzung an die Front. Hier wird ihm eine Gruppe junger Rekruten unterstellt, die er vor altgedienten Artilleristen in Schutz zu nehmen versucht. Während einer mehrwöchigen Mission zum Ausheben von Unterständen wird seine kleine Einheit von der vorrückenden Roten Armee überrollt. Kobayashi entwirft das unumwunden vernichtende Bild einer grausamen japanischen Militärführung, was ihn zur Zielscheibe von Anfeindungen durch ultrakonservative Revisionisten machte, die ihm Verleumdung der japanischen Armee vorwarfen. (mg)
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