So 25.10.
16:00
Regie
Masaki Kobayashi
Japan / 1961
188 Min.
/ 35 mm
/ OmeU
Originalsprache
Japanisch
Kopie der Japan Foundation
Kino
Arsenal
zu dem Kalender„Alle meine Filme beschäftigen sich ab einem bestimmten Punkt mit dem Widerstand gegen fest verwurzelte Macht. Ich glaube, ich habe Autoritäten schon immer in Frage gestellt. Das galt auch für mein eigenes Leben, einschließlich meiner Zeit beim Militär. Nach dem Krieg kam schließlich eine Zeit, in der wir diese Themen direkt ansprechen konnten“, sagt Masaki Kobabyashi und beginnt Ende der 50er Jahre mit der Arbeit an NINGEN NO JOKEN, einer neunstündigen schonungslosen Anklage gegen das unmenschliche Vorgehen der japanischen Armee in der besetzten Mandschurei während des Zweiten Weltkriegs. Basierend auf dem gleichnamigen, Mitte der 50er erschienenen autobiografischen Roman von Junpei Gomikawa und produziert vom Ninjin Club zeigt das dreiteilige Epos mit streckenweise drastischer Gewalt den Weg des naiv-idealistischen Kaji vom kriegsdienstverweigernden Aufseher eines Zwangsarbeiterlagers zum Soldaten und schließlich zum Kriegsgefangenen in einem sowjetischen Lager.
NINGEN NO JOKEN III: 1945: Mit den wenigen Überlebenden seiner Einheit startet Kaji den beschwerlichen Versuch, sich nach Hause respektive zu seiner Frau durchzuschlagen. Nachdem sie von einer Division als vermeintliche Deserteure abgewiesen werden und darauf in ein Gefecht mit chinesischen Bauern geraten, finden sie Unterschlupf in einer Siedlung, die jedoch kurze Zeit später von sowjetischen Truppen eingenommen wird. Kaji gerät in Kriegsgefangenschaft und erkennt, dass sich die unmenschlichen Zustände im Gefangenenlager der Roten Armee in keiner Weise von denen in den Lagern unter japanischer Führung unterscheiden. „Die sozialistische Utopie eines Nachkriegsjapans, das sich am Modell der UdSSR orientieren könnte, stellt Kobayashi radikal in Frage.“ (Hans-Jürgen Wulff) (mg)
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