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Symposium Panel 5: Technologies of Heritage

Logo in verschiedenen Blautönen und schwarz des Festivals Archival Assembly, mit dem Titel "Archive, otherwise", dem Datum und Ort.

Mo 28.09.
09:30

  • Kino

    Arsenal

    zu dem Kalender
  • Panelteilnehmer*innen: Caroline Fournier (Cinémathèque suisse), Robert Ochshorn (online), Benoît Turquety (University Paris 8), Moderation: Sreya Chatterjee (HTW)

Die gegenwärtige Situation im Archivwesen sieht sich mit der Gefahr konfrontiert, dass Unternehmen mit anti-emanzipatorischen Absichten versuchen, urch maschinengenerierte, gefälschte Vergangenheiten zu ersetzen. Zudem beruht der Einsatz dieser Technologien auf dem größten Diebstahl geistigen Eigentums in der Geschichte der Menschheit; eines der Ziele besteht darin, das Fachwissen und die Kompetenzen von Historiker*innen und im Kulturerbe-Bereich Tätigen überflüssig zu machen. Wie lassen sich vor diesem Hintergrund die Potenziale neuer Technologien – und insbesondere des maschinellen Lernens – bewerten und nutzen, um das Filmerbe wiederzugewinnen, zu restaurieren und zu verbreiten?

Caroline Fournier ist seit 2024 Leiterin der Abteilung für das kulturelle Erbe der Cinémathèque suisse, nachdem sie dort zunächst die Abteilung für Filmkonservierung und -restaurierung leitete und anschließend die Filmsammlungen verantwortete. Im Jahr 2014 verteidigte sie erfolgreich ihre Doktorarbeit über mehrfache Fassungen im spanischen Film an der Universität Paris III. Sie ist aktives Mitglied der Technischen Kommission sowie des Exekutivkomitees der FIAF.

Robert Ochshorn ist ein in Brüssel und New York City ansässiger Künstler, Ingenieur und Kulturtheoretiker. Er ist Mitbegründer und CEO von Reduct.Video sowie Forscher an der KASK School of the Arts. In kollektiver und kollaborativer Arbeitsweise sowie im Austausch mit anderen entwickelt er Software und Schnittstellen, die Medien und Archiven eine neue Haptik und Perspektive verleihen.

Benoît Turquety ist Professor für Film- und Medienwissenschaft an der Universität Paris 8 und Direktor der ArTeC-Graduiertenschule für künstlerische Forschung. Er hat eine Ausbildung als Kameramann und war als Forschungsdirektor beim Schweizerischen Nationalfonds tätig, für ein Projekt über Bolex-Kameras sowie für ein weiteres über Nagra-Tonbandgeräte. Er hat mehrere Bücher und Artikel über die Geschichte und Epistemologie der Film- und Medientechnologie aus einer dezentralisierten Perspektive verfasst.

Sreya Chatterjee ist Doktorandin und Dozentin und promoviert im Rahmen eines Kooperationsprojekts an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der HTW Berlin über die Materialität, Politik und Pädagogik der Filmrestaurierung. Ihre interdisziplinäre Arbeit verbindet Film- und Medienwissenschaften sowie Theorie und Praxis der Konservierung und Restaurierung. Als Mitglied der Technischen Kommission der FIAF und Doktorandenvertreterin des NECS stützt sich Sreya in ihrer Forschung und Praxis auf Medienarchäologie und postkoloniale Studien.

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