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Filmstill aus XIAO WU: Ein Mann und einer Frau stehen an einer Straßenecke. Auf einer Hauswand sind chinesische Schriftzeichen zu sehen.

Sa 20.06.
16:30

Mit geringem Budget und Laien­darsteller*innen gedreht, begleitet XIAO WU seinen gleichnamigen kleinkriminellen Protagonisten durch die Tage und Nächte eines ziellosen Daseins in der chinesischen Provinz. Ehemalige Freunde, die in der undurchsichtigen wirtschaftlichen Situation zu Geld gekommen sind, wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben, seine Freundin, die in einer Karaoke-Bar arbeitet, verlässt ihn für einen anderen, sein Vater setzt ihn vor die Tür. In flagranti von der Polizei erwischt, sieht er auf der Polizeistation in den Nachrichten seine Verhaftung und sein medial aufbereitetes soziales Abseits. Eine ausdrucksstarke und schnörkellose Untersuchung der politischen und wirtschaftlichen Kräfte, die die chinesische Gesellschaft in den 1990er Jahren prägten – 1998 in der vom Arsenal verantworteten Berlinale-Sektion Internationales Forum uraufgeführt.

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