Mit Lorenz Engell, Oliver Fahle, Mirjam Schaub und Bert Rebhandl
"serie moderner film" heißt die neue Buchreihe, die von denWeimarer Film- und Medienwissenschaftlern Lorenz Engell und Oliver Fahle bei VDG herausgegeben wird. Untersucht wird in Filminterpretationen die sich fortlaufend selbst modernisierende und damit serielle Kunst des Kinos, die ihrerseits die Sinnlichkeiten und Sichtbarkeiten, Bilder und Selbstbilder der Moderne ordnet und gewichtet. Der Blickwinkel und die theoretische Gewichtung der Autoren verschiebt sich angesichts der jeweils besprochenen Filme, die das Zentrum jeden Buches bilden. So bedient die Serie idealerweise beides: das Bedürfnis nach erhellenden Einzelanalysen guter Filme und die Neugierde auf ihre interpretative Rahmung quer zu den bekannten Genres und Stilrichtungen.
Zur Präsentation der Buchreihe zeigen wir L.A. CRASH (USA 2005) von Paul Haggis. Das Episodendrama, das ähnlich wie Robert Altmans Short Cuts nur eine kurze, kritische Zeitspanne (36 Stunden) im Leben sehr verschiedener Menschen umfasst, inszeniert und geschrieben vom Drehbuchautor von Million Dollar Baby, wurde 2006 für die Golden Globes und für den Oscar in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie" nominiert. "In L. A. berühren sich die Menschen nicht wie in anderen Städten, sie krachen ineinander, nur um etwas zu fühlen"; mit diesen Worten eröffnet der Detective Waters (Don Cheadle) den Film, in dem Sandra Bullock später sagen wird, dass sie jeden Morgen wütend erwacht, ohne zu wissen, warum. Im Anschluss an die Vorführung kommentieren die beiden Herausgeber der Buchreihe "serie moderner film", Lorenz Engell ("Bilder der Endlichkeit") und Oliver Fahle ("Bilder der Zweiten Moderne") zusammen mit Mirjam Schaub ("Bilder aus dem Off") den Film und diskutieren mit dem Publikum. Der Abend wird von Bert Rebhandl moderiert. Die Bücher der Reihe sind an der Kasse erhältlich. (M. Schaub/O. Fahle) (23.3.)

