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Im neuen Jahr präsentieren wir zwei Klassiker des polnischen Science Fiction-Films, bzw. des „utopischen Films“ wie man das Genre in Osteuropa nannte, um die Terminologie des Klassenfeinds zu vermeiden. Kaum ein anderer polnischer Regisseur hat sich diesem Genre so verpflichtet wie Piotr Szulkin, der mit WOJNA SWIATOW – NASTEPNE STULECIE (The War of the World: Next Century, Polen 1981) und O-BI, O-BA, KONIEC CYWILIZACJI (O-bi, O-ba, Das Ende der Zivilisation, Polen 1984) neue Maßstäbe setzte.

WOJNA SWIATOW – NASTEPNE STULECIE basiert auf dem gleichnamigen Roman von H.G. Wells bzw. auf Orson Welles’ Hörspieladaptation der literarischen Vorlage, die bei ihrer Erstausstrahlung 1938 in den USA bekanntermaßen zu einer Massenpanik führte. Im Mittelpunkt steht der Fernsehreporter Iron Idem, der im Radio bekannt gibt, dass Außerirdische, sogenannte Martianer, auf der Erde gelandet seien. Sie übernehmen kurz darauf die Kontrolle über die Medien. Obwohl sie die Stadt in Schutt und Asche legen, zwingen sie Idem dazu, im Radio von den freundschaftlichen Absichten der Martianer zu berichten. Als Idems Frau entführt wird, versucht er, die Leute über die Wahrheit aufzuklären. (3.1.) Auch O-BI, O-BA, KONIEC CYWILIZACJI verbreitet eine düstere Endzeitstimmung: In Szulkins Replik auf das amerikanische Atomkriegs-Melodrama The Day After (1983) haben ein paar hundert Menschen den vernichtenden Atomkrieg unter einer Betonkuppel in den Bergen überlebt und hoffen auf Rettung durch die kosmische „Arche“. Als sie herausfinden, dass diese lediglich ein Phantasiegebilde der Machthaber ist, wollen sie selbst eine Arche nach biblischem Vorbild bauen. (10.1.)

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