Direkt zum Seiteninhalt springen

Kino Polska widmet sich im Dezember dem polnischen Jazz-Pianisten und Komponisten Krzysztof Komeda, der im Laufe seiner kurzen Karriere – Komeda starb im Alter von 38 Jahren an den Folgen eines Autounfalls – nicht nur als Jazz-Musiker auf zahlreichen Konzerten in ganz Europa große Erfolge feierte, sondern auch die Filmmusik zu über 60 Filmen schrieb, u.a. für Polanskis Rosemary's Baby. Eine seiner ersten Filmmusiken komponierte er für DO WIDZENIA DO JUTRA (Auf Wiedersehen, bis morgen, Polen 1960) von Janusz Morgenstern, mit dem er auch in späteren Jahren immer wieder zusammenarbeitete. Der Film handelt von einem Danziger Studenten, der sich in die Tochter eines französischen Diplomaten verliebt. Hauptdarsteller und Drehbuchautor in einer Person ist der berühmte polnische Schauspieler Zbigniew Cybulski, der persönliche Erfahrungen in die Geschichte einfließen ließ. Neben dem vermeintlichen Liebespaar spielen auch die Stadt Danzig, die dortige Studentenszene und der Jazz atmosphärisch wichtige Rollen. Komeda schrieb nicht nur die Musik, sondern ist auch als Pianist in einem Jazz-Club zu sehen. (5.12.)

Der Jazz spielt auch in Komedas Filmmusik für Andrzej Wajdas NIEWINNI CZARODZIEJE (Die unschuldigen Zauberer, Polen 1960) eine große Rolle. Sie ist Ausdruck der Sehnsucht einer jungen Generation nach Freiheit und Selbstbestimmung. Ähnlich wie Komeda selbst lebt der Protagonist des Films, Bazyl, ein Doppelleben als Arzt und Jazzmusiker. Der Arztberuf langweilt Bazyl, wie auch die meisten Frauen, die er als umschwärmter Musiker allabendlich kennen lernt. Erst eine nächtliche Zufallsbekanntschaft mit einer eigenwilligen Studentin reißt ihn aus seiner emotionalen Lethargie. (7.12.)

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Berlin. Dank an Kornel Miglus.

Gefördert durch: