Der Videokunst-Verleih HAMACA wurde im März 2007 in Barcelona gegründet und ist ein Pionier-Projekt, das zum ersten Mal in Spanien Zugang zu einer großen Sammlung von Videoarbeiten anbietet und sich als Vermittler zwischen Künstlern und Kunstinstitutionen positioniert. HAMACA umfasst Arbeiten von 80 Künstlern und mehr als 400 Videowerke, die alle online zu sehen sind. Ziel ist, mit eigenen Programmen und in Zusammenarbeit mit Kuratoren die spanische Videokunst einem großen Publikum zu vermitteln. Der Name HAMACA (Hängematte) spiegelt die Arbeitsmethode der Struktur wider: eine horizontale, nicht-hierarchische, an verschiedenenen Punkten miteinander verknüpfte Organisation. Am 7. März wird Eli Lloveras, Mitbegründerin von HAMACA, bei uns zu Gast sein, um ein Videoprogramm zum Thema Arbeit und Biopolitik vorzustellen. Die Transformationen, die seit den 1970er Jahren unsere Erfahrung und unser Verständnis der Arbeitswelt erfassen, werden durch eine Auswahl von Filmen hinterfragt.
In LA MEMORIA INTERIOR (The Inner Memory) von María Ruido wird die gestörte Kommunikation zwischen zwei Generationen analysiert: die der Filmemacherin und die ihrer Eltern, die während der Franco-Diktatur nach Deutschland ausgewandert sind. LOS INVISIBLES (The Invisibles) von Gloria Martí, gedreht in den Straßen von Los Angeles und Tijuana, setzt sich mit alltäglichen Machtstrukturen und sozialen Realitäten auseinander. Das Video OBREROS (Bauarbeiter) von Alonso Gil und Francis Gomila beobachtet eine Gruppe von Arbeitern beim Bau eines Hauses. THE MUTANT von Clemente Calvo stellt eine apokalyptische Zukunft vor, in der Arbeiter-Roboter der Fließband-Arbeit nicht entkommen. www.hamacaonline.net (7.3.)

