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arsenal experimental präsentiert:

Filmform wurde im Jahre 1950 in Stockholm gegründet und ist somit weltweit eines der ältesten Archive, das sich dem Experimentalfilm und der Videokunst widmet. Während der frühen 50er Jahre erreichte der Experimentalfilm in Schweden bereits seinen Durchbruch. Bewegte Bilder wurden zu einem beliebten Ausdrucksmedium für Künstler und Autoren. Im Diskurs um Fragen der Ästhetik spielte Film eine zentrale Rolle. Er wurde als neues Medium wahrgenommen, in dem individueller Ausdruck frei von Konventionen möglich war. 1958 eröffnete Stockholms Museum für Moderne Kunst mit der Filmreihe "Apropa Eggeling". Es folgten weitere Avantgardefilmprogramme, wobei besonders "The New American Cinema" 1963 nachhaltig Einfluss hinterließ. Seit jenen Pioniersjahren ist der unabhängige schwedische Film narrativer geworden. Jüngere Filmemacher sehen sich nicht mehr in der orthodoxen und formalen Tradition des Experimentalfilms, sondern genießen in Form und Inhalt größere Freiheit. Wie überall haben sich viele dem Video und den digitalen Medien zugewandt. Doch die Kraft der langen Geschichte dieses Kinos ist weiterhin spürbar.

Wir freuen uns, dass die Leiterinnen von Filmform, Anna-Karin Larsson und Anna Lindner, zu Gast sind. Sie präsentieren Filme aus der Frühzeit des schwedischen Avantgardefilms sowie eine Auswahl zeitgenössischer Film- und Videoarbeiten. Programm #1:
TESEVS (Olle Bonniér, 1965), SCHMEERGUNZ (Gunvor Nelson & Dorothy Whiley 1965), STUDIE II/HALLUCINATIONS (Peter Weiss 1952), NIXON VISIONS (Hans Esselius & Kjartan Slettemark, 1971), A DAY IN THE CITY (Hans Nordenström & Pontus Hultén, 1955–56)

Programm #2:
PIPELINE (Liv Strand, 2007), DETAILS FROM THE FUTURE (Joanna Lombard, 2007), … ALMOST LIKE ONE OF THE FAMILY (Astrid Göransson, 2007), DER MYTHOS DES FORTSCHRITTS (Klara Lidén, 2008), PASS THIS ON (The Knife, 2003), OTTICA ZERO (Maja Borg, 2007), AMBIDEXTROUS PERFORMANCE – NO 5 OF 8 (Lars Siltberg, 2006), THREE POEMS BY SPOON JACKSON (Michel Wenzer, 2003).

Anna Linder arbeitet nicht nur für Filmform, sondern ist zudem als Künstlerin bei arsenal experimental vertreten. Wir präsentieren ihren Film CUM PANE - THE ONE YOU SHARE YOUR BREAD WITH (2005) über die Herstellung von Brot als Augenschmaus zu Fingerfood und Drinks zwischen den beiden Programmen in der Black Box.

Mit freundlicher Unterstützung der Schwedischen Botschaft. (5.10.)

Gefördert durch: