2009 findet zum sechsten Mal das ONE WORLD BERLIN Filmfestival für Menschenrechte und Medien statt. Das Programm, das seit November läuft, setzen wir bis zum 2.12. fort.
Anknüpfend an bereits gezeigte Filme über das Jahr 1989 – jenseits von Osteuropa – richten wir unser Augenmerk auf Südafrika.
ENDGAME (Peter Travis, GB 2008, Deutschlandpremiere, 1.12.) schildert die geheimen Verhandlungen zwischen dem damals illegalen African National Congress und Unterhändlern der Apartheidregierung.
Organisiert wurden diese Gespräche vom multinationalen Bergbaukonzern Consolidated Goldfields, zunächst aus eigennützigen Motiven – der Abwendung von internationalen Boykotten. Diese Schadensbegrenzungsmaßnahme gewann jedoch bald Eigendynamik, die 1989 schließlich zur Zulassung des ANC und der Freilassung Nelson Mandelas führte. In den Hauptrollen Chiwetel Ejiofor und William Hurt. 20 Jahre später – Südafrika ist eine Demokratie, die aber große Probleme bewältigen muss – darunter Rassismus seitens Teilen der schwarzen Mehrheitsbevölkerung gegenüber MigrantInnen aus anderen Ländern Afrikas.
Das Projekt FILMMAKERS AGAINST RACISM (1.12.) leistet Aufklärungsarbeit und bezieht deutlich Stellung.
Zwei Filme setzen sich mit der Rolle der USA in vergangenen (Vietnam) und heutigen (Afghanistan) Kriegen auseinander. FIXER: THE TAKING OF AJMAL NAQSHBANDI (Ian Olds, USA 2008, 2.12.) dokumentiert die Entführung und Ermordung durch Taliban des afghanischen Dolmetschers, Kundschafters und Vermittlers Naqshbandi, der im Dienste westlicher Medien stand. THE MOST DANGEROUS MAN IN AMERICA: DANIEL ELLSBERG AND THE PENTAGON PAPERS (Judith Ehrlich und Rick Goldsmith, USA 2009, 2.12.) porträtiert den Pentagon-Insider, der Militärgeheimnisse verraten hat, um eine Eskalation des Vietnamkriegs zu verhindern. (Natalie Gravenor)

