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LE JOUR SE LÈVE (Der Tag bricht an, Marcel Carné, F 1939; mit Jean Gabin, Dialogen von Jaques Prévert und Bauten von Alexandre Trauner, 3., 10. und 17. 11.). Der Film setzt mit einem Crescendo ein, gefolgt von einer weißen Schrift auf schwarzem Grund, die sofort alles verrät: "Ein Mann hat gemordet. Eingeschlossen in einem Zimmer erinnert er die Umstände, die ihn zum Mörder werden ließen." Ein Abend, eine Nacht, ein Morgen und drei große Rückblenden: die Zeit wird gebeugt, gestreckt und komprimiert: die letzten Stunden des Fabrikarbeiters François, bevor er sich erschießt, noch bevor man ihn erschießen kann. Die Protagonisten sind Waisen, und der Film handelt von der Freiheit, in die sie gesteckt worden sind wie in eine Zwangsjacke. Ein Film gegen den Humanismus und für die poetische Form. Dreimal im Monat, drei verschiedene Themen: modernes Schauspiel, moderne Dialoge, moderne Bauten. (Heinz Emigholz)

Sinn und Unsinn filmischer Ausbildung
Was heißt hier Ausbildung, wie ist ein Studium der Materie Zeit denkbar und gibt ist es etwas wie eine Begabung dafür, diese Materie zu bearbeiten? Woher kommen die Menschen und ihre Motivationen, diesen Weg zu wählen, und wohin gehen sie? Thema ist die Lehre des bewegten Bildes an Kunsthochschulen. Prof. Helmut Herbst diskutiert mit Heinz Emigholz und zeigt dazu Filme seiner Wahl.
Wird im Dezember und Januar mit den Gästen Prof. Birgit Hein und Prof. Hartmut Bitomsky fortgesetzt. (24.11.) (Heinz Emigholz)

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