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LA RÈGLE DU JEU (Die Spielregel, Jean Renoir, F 1939, 1.12.). Selten sind Schauspieler so modern durch einen Film gehetzt worden. Eine medienbewusste Bourgeoisie feiert Parties und tanzt auf dem Vulkan. In dieser Welt muss man den Atlantik in Rekordgeschwindigkeit überfliegen, um seine Liebe zu beweisen, und Wahrheiten liefern wie: "Es wird kälter, wenn die Sonne nicht mehr scheint."

LE CHARME DISCRET DE LA BOURGEOISIE (Der diskrete Charme der Bourgeoisie, Luís Buñuel, F 1972, 8.12.). Hier besteht die Bourgeoisie aus zwei großbürgerlichen Drogenhändlern samt Ehefrauen, dem Botschafter einer Bananenrepublik und einer verzogenen Göre; dazu Militär und Klerus als Dienstleister. Die Story wird so erzählt, dass sie nie zum Zuge kommt, aber das Stottern hat Methode: Der Film schlägt immer neue Haken, die alles in Frage stellen. Die Bourgeoisie schreitet derweil beherzt voran – ein Witz auf History. (Heinz Emigholz)

Sinn und Unsinn filmischer Ausbildung Wie lässt sich ein neues Sprechen im Film überhaupt noch denken? Oder muss alles bereits Gesagte noch einmal dekliniert und zitiert werden? Wie verbreitet sich die Besonderheit einer eigenen Sprache, und wie entgeht man der Deutungshoheit einer gleichmacherischen Kuratie? Prof. Birgit Hein diskutiert mit Heinz Emigholz über die Lehre des bewegten Bildes an Kunsthochschulen und zeigt dazu Filme ihrer Wahl. (15.12.)
Zu Gast im Januar: Prof. Hartmut Bitomsky.

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