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Im Juni starten wir zwei Filme des Berliner Regisseurs Stefan Landorf. BESPRECHUNG (Deutschland 2009) ist ein Film für alle, die mehr als einmal das Gefühl hatten, sich einer vorgefertigten Sprache zu bedienen und sich darüber wundern. "Funktionsverlagerung, Zinsschranke, Mantelkauf, Thesaurierungsbegünstigung!" In Landorfs Film versteht der Zuschauer erst einmal nur Bahnhof, wenn er in eine "Besprechung" von Menschen aus den verschiedensten Unternehmen und Institutionen – ob bei GlaxoSmithKline, der 14. Panzerdivison der Bundeswehr oder dem Afrika-Referat der Kindernothilfe – hineinplatzen darf. BESPRECHUNG dringt in diese sonst abgeschlossenen Welten ein. Aus Worten und Gesten der Besprechungsteilnehmer beschreibt der Film eine wuchernde Landschaft formeller Kommunikation. BESPRECHUNG läuft bereits am 4.6. im Rahmen des Programms "Performing Documentary" (4. + 9.–15.6.).

In seinem vielschichtigen Debüt AUFNAHME (D 2002) widmet sich Landorf, selbst ausgebildeter Arzt, einem Berliner Krankenhaus. Visite, der ärztliche Rundgang, und Anamnese, die Erfragung eines Krankenbildes, diese Begriffe aus der Medinzin lassen sich auch auf die Strukur des Films anwenden, denn die Institution erscheint darin wie ein Organismus, der auf verschiedenen Wegen untersucht und abgeklopft wird Ab 16.6 im fsk-Kino am Oranienplatz.

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