Jochen Kuhn als Animationsfilmer zu bezeichnen wäre zu einfach. Seine Filme sind Gemälde, die sich fortwährend verändern und zu überraschenden Szenenfolgen mutieren. Sie wirken handgemacht, und das geht so weit, dass die Hand des Künstlers oder er selbst ins Bild kommen, um einen Perspektivwechsel zu bewirken. Erzählt wird von kleinen Begebenheiten im Alltag, mit träumerischer Melancholie, mitunter düsterer Lakonie, leisem Witz und schwarzem Humor.
In seinem bislang einzigen SpielfilmFISIMATENTEN (1999, 9.11.) verbinden sich seine Bilderwelten mit realen Schauspielern zu einer Komödie über den Kunstbetrieb. Die Akademie der Künste und Deutsche Kinemathek stellen einen Querschnitt durch Jochen Kuhns Werk vor, das im Archiv der Kinemathek gesichert und von ihr demnächst auch verliehen wird. (Martin Koerber) (7. & 9.11.)

