Camp ist eine Lüge, die die Wahrheit erzählt. Camp ist ein unerwartet starkes Bekenntnis zum Trivialen. Camp ist so schlecht, dass es wiederum gut ist. Camp ist so gut, dass es wiederum gut ist. Camp stellt die Frage, was wäre, wenn die Personen, die diesen Film gemacht haben, auch queer sind? Camp ist ein schwer definierbarer Begriff, der aus der queeren Subkultur des 20. Jahrhunderts kommt, und welchen Susan Sontag 1964 in den kulturwissenschaftlichen Diskurs eingeführt hat. Bezeichnend für einen perversen produktiven Blick auf kulturelle Produkte und ein Lebensstil zugleich, ermöglicht der Begriff Camp neue Perspektiven auf Filme, Stars und Stilrichtungen der Vergangenheit und Gegenwart. Als Teil des von Susanne Sachsse und Marc Siegel kuratierten Festivals "Camp/Anti-Camp" (19.–21. April, <LINK www.hebbel-am-ufer.de/>HAU</LINK>) zeigt das Arsenal im März und April wichtige mit Camp assoziierte Filme, um die Relevanz des Begriffes zu hinterfragen.
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