Das Kino Kataloniens und der Balearen ist seit einigen Jahren kontinuierlich auf internationalen Festivals vertreten. Indes sperrt sich das jüngere katalanische Filmschaffen gegen strikte Kategorisierungen. Vom kommerziellen Feature bis zur experimentellen Low-Budget-Dokumentation werden verschiedenste Ansätze erkundet und umgesetzt. Darunter so schillernde Unterfangen wie Los Pasos Dobles von Isaki Lacuesta, oder auch der oscarnominierte Pa Negre (Agustí Villaronga). Die neue Vielfalt verdankt sich einer jungen Generation von Filmemachern, die unter anderem an der Escola Superior d'Audiovisuals de Catalunya ausgebildet wurden. Sie haben das Publikum im Blick, ohne die Eigenständigkeit der Filme aus den Augen zu verlieren. Auch für internationale Koproduktionen sind sie aufgeschlossen und haben keine Berührungsängste, in fremden Sprachen zu arbeiten. Das katalanische Kino schaut auf eine lange Geschichte zurück und blickt zuversichtlich in die Zukunft. In Zusammenarbeit mit dem Arsenal veranstaltet das Institut Ramon Llull diese repräsentative Filmschau, mit dem Ziel, das neue katalanische Kino in seiner Vielfalt vorzustellen. Das Programm umfasst Filme der vergangenen drei Jahre aus verschiedenen Strömungen des katalanischen Films, die auf Festivals ausgezeichnet wurden, aber darüber hinaus noch wenig Verbreitung gefunden haben. (Núria Vidal, Kuratorin)
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