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Die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 jährt sich 2015 zum 70. Mal. Das von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin geförderte Projekt "Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust. Aus der Sammlung des Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V." widmet sich dem filmischen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und verbindet damit Fragen zur Erinnerung, dem Archiv und der Öffentlichkeit. Für das Projekt wurde aus der Sammlung des Arsenals eine Auswahl von rund 50 Titeln zusammengestellt, zehn davon werden neu digital verfügbar gemacht. Zusätzlich entsteht zu allen Filmen ein Katalog. Zum Projektauftakt findet ab 27. Januar eine Filmreihe im Arsenal mit umfassendem Rahmenprogramm statt. Im Vorfeld stellt das filmwissenschaftliche FU-Seminar von Christian Pischel in Kooperation mit dem Projekt in sechs öffentlichen Sichtungsterminen im Dezember und Januar eine Auswahl der Filme vor.

A LETTER WITHOUT WORDS (Lisa Lewenz, USA 1997, 1.12.) folgt den Spuren von Ella Arnhold Lewenz (1883–1954), der jüdischen Großmutter der Regisseurin, die den Mut hatte, das Leben im Berlin der beginnenden NS-Zeit zu filmen. Auf dem damals sehr seltenen Farbfilmmaterial hielt sie den Alltag ihrer Familie, den Pomp der Nazis und bedeutende Persönlichkeiten fest, die bald darauf vom NS-Regime vertrieben wurden.

BREAKING THE SILENCE: THE GENERATION AFTER THE HOLOCAUST(Edward A . Mason, USA 1984, 8.12.) zeigt die emotionsgeladenen Diskussionen unter den Angehörigen von vier Familien, in denen die Kinder zum ersten Mal direkt mit ihren Eltern über deren Vergangenheit sprechen. Am 15.12. spricht Daniel Eisenberg über seine Filme DISPLACED PERSON (USA 1991) und COOPERATION OF PARTS (USA 1983/87), mit denen er die Verbindungen zwischen historischer und privater Erfahrung erforscht. Am selben Abend präsentiert er seinen neuesten Film THE UNSTABLE OBJECT. (gk)

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