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"Weltreise. Forster – Humboldt – Chamisso – Ottinger" lautet der Titel der Ausstellung von Ulrike Ottinger, die noch bis zum 27. Februar 2016 in der Staatsbibliothek zu Berlin zu sehen ist. "Weltreise(n)" könnte aber auch eines der Leitmotive der filmischen Arbeit Ottingers sein. Als "Expediteurin zu den Rändern der Wahrnehmung unserer Welt" (Christina Tilmann), Grenzgängerin zwischen Genres und Gattungen, als filmische Kartografin ferner und näherer Regionen sowie realer und imaginierter Räume hat sie sich für ihr jüngstes Ausstellungsprojekt auf Adelbert von Chamissos Spuren in das pazifische Nordmeer begeben. Die Bilderwelten dieser Expedition fließen in ihre Weltreise-Ausstellung ein wie Reisetagebücher, Notizsammlungen und Artefakte europäischer Forschungsreisen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ausstellungsbegleitend präsentieren wir Werke von Ulrike Ottinger sowie Entdeckungsreisen anderer Regisseur_innen.

BILDNIS EINER TRINKERIN (Ulrike Ottinger, BRD 1979, 2.2.,in Anwesenheit von Ulrike Ottinger) Der stilisiert komponierte Spielfilm ermöglicht eine Sightseeing-Tour durch Berlin, ein Erkunden der Topografie der Stadt anhand einer besonderen Route: Die elegante Reisende, die am Flughafen Tegel ankommt, möchte mit einer Gefährtin, der "Trinkerin vom Zoo" nur ihrer Passion, dem Trinken nachgeben, kommentiert von einer Reihe von Kunstfiguren.

HANS IM GLÜCK – DREI VERSUCHE, DAS RAUCHEN AUFZUGEBEN (Peter Liechti, Schweiz 2003, 9.2.) Auf drei Fußmärschen von Zürich, seinem Wohnort, nach St. Gallen, wo er aufgewachsen ist, versucht Peter Liechti, seine Nikotinsucht loszuwerden. Immer allein und zu Fuß, nur mit Kamera und Notizblock als Begleiter. Liechtis Selbstversuch führt nicht nur zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich, sondern auch mit seiner Schweizer Heimat. Ein wunderbar offener und komischer Reisefilm, der immer wieder um grundsätzliche Fragestellungen zu Leben und Tod kreist.

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