Direkt zum Seiteninhalt springen

Vom 31. März bis 7. April präsentiert ALFILM künstlerisch anspruchsvolles Kino aus der arabischen Welt mit aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen, die neue Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen aufzeigen, aber auch Fragen nach Identität und Selbstverwirklichung stellen. Zur Eröffnung zeigen wir RABIH (Tramontane, Vatche Boulghourjian, Libanon/F/Katar/VAE 2016, 31.3., zu Gast: Vatche Boulghourjian & Komponistin Cynthia Zaven) Rabih ist ein talentierter, blinder Musiker und Sänger, der in einem libanesischen Dorf lebt. Als sein Chor zu einer Aufführung ins Ausland eingeladen wird, beantragt er einen Reisepass. Dabei findet er heraus, dass seine Papiere gefälscht sind und seine Identität nicht das ist, was seine Familie ihn glauben lässt. Auf der Suche nach Hinweisen zu seiner Herkunft reist Rabih durch den Libanon. Doch statt Antworten zu finden, stößt er nur auf neue Geheimnisse. Immer weiter zieht Rabih seine Kreise bis an die Peripherien des Landes, zu den Geistern der Vergangenheit. Je weiter er in den Abgrund seiner Existenz schaut, desto dunkler werden die Geschichten der Menschen, und schließlich scheint es, als könne Rabih als Einziger der Wahrheit ins Gesicht sehen.

Im April im Programm: THE LAST OF US (Ala Eddine Slim, Tunesien/Katar/VAE 2016) Ein namenloser Migrant kämpft sich durch menschenfeindliche Landschaften und findet sich ganz auf seine nackte Existenz zurückgeworfen. Der Dokumentarfilm BEZNESS AS USUAL (Alex Pitstra, Niederlande 2016) wirft einen humorvollen Seitenblick auf tunesische Gigolos und ihre europäischen "Eroberungen" aus der Perspektive ihrer nun erwachsenen Nachkommen.
Dazu begrüßt ALFILM wieder viele Regisseure zu Gesprächen mit dem Berliner Publikum. Die Nebenreihe des Festivals widmet sich einer Retrospektive des ägyptischen Regisseurs und Künstlers Shadi Abdel Salam (1930–1986). (cj)

Gefördert durch: