Lyrisch, aufmerksam, kämpferisch – Die Filme Cecilia Manginis
Wiederholung von Forum-Filmen
Wie jedes Jahr wiederholt das Arsenal in der kommenden Woche einige Filme aus dem Programm des Forums: FEI CUI ZHI CHENG (CITY OF JADE) von Midi Z, HOMO SAPIENS von Nikolaus Geyrhalter, TOZ BEZI (DUST CLOTH) von Ahu Öztürk, ELDORADO XXI von Salomé Lamas, A MAGICAL SUBSTANCE FLOWS INTO ME von Jumana Manna, AKHER AYAM EL MADINA (IN THE LAST DAYS OF CITY) von Tamer El Said, MAKHDOUMIN (A MAID FOR EACH) von Maher Abi Samra und MAQUINARIA PANAMERICANA (PANAMERICAN MACHINERY) von Joaquín del Paso.
Weltreisen (3)
Preise der unabhängigen Jurys
Die unabhängigen Jurys der Berlinale vergaben Preise an insgesamt sechs Filme aus dem Programm des Forums. Der Preis des internationalen Verbands der Filmkritik (FIPRESCI) ging an THE REVOLUTION WON'T BE TELEVISED von Rama Thiaw. Der Internationale Verband der Filmkunsttheater, die Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai (C.I.C.A.E.), prämierte ILEGITIM von Adrian Sitaru. BARAKAH YOQUABIL BARAKAH (BARAKAH MEETS BARAKAH) von Mahmoud Sabbagh und LES SAUTEURS von Moritz Siebert, Estephan Wagner und Abou Bakar Sidibé erhielten ex aequo den mit 2.500 dotierten Preis der Ökumenischen Jury. Der mit 5.000 Euro dotierte, sektionsübergreifende Friedensfilmpreis ging an MAKHDOUMIN von Maher Abi Samra und die Tagesspiegel Leserjury kürte NIKDY NEJSME SAMI (WE ARE NEVER ALONE) von Petr Vaclav.
Magical History Tour: Schrift in Bewegung
Caligari-Preis für "Akher ayam el madina" ("In the Last Days of the City")
AKHER AYAM EL MADINA (IN THE LAST DAYS OF THE CITY) von Tamer El Said erhält den diesjährigen Caligari-Preis. Die Begründung der drei Juroren Rüdiger Suchsland (FILMDIENST), Christine Müh (Kommunales Kino Pforzheim) und Wolfgang Dittrich-Windhüfel (Kommunales Kino Freiburg) lautet: "Eine märchenhafte Suche nach der verlorenen Zeit und dabei ganz gegenwärtiges, hellwaches Kino. Ein Film der essayistisch ist, fiktional und dokumentarisch, ein Film über das Filmemachen, ein intimes Selbstportrait und eine Betrachtung des letzten Sommers vor der Revolution – nostalgisch, sinnlich, klug. Wie erzählt man im Kino das Universum einer Stadt? Diese Frage beantwortet dieser Film aufs Überzeugendste: nämlich fragmentarisch, mit wachem Auge sich dem Zufall hingebend und zugleich mit ausgefeilter Inszenierungskunst. Dies ist ein Film, der große Vorbilder kennt, ob sie nun Rossellini heißen, Godard, Chris Marker oder vielleicht auch Dominik Graf – der sich aber nie sklavisch von ihnen abhängig macht. Er stellt uns indirekt und voller stilistischer List unter der Hand eine ganze Region vor, die viel zu Unrecht lange im Schatten lag, und jetzt zwar im Fokus liegt, aber von den Wolken der Dummheit und der Vorurteile wieder verdunkelt wird. Dieser Film ist ein Paradebeispiel dafür, dass es im Kino nicht darum geht, "politische Filme zu machen, sondern politisch Filme zu machen" (Godard). Das ist: Engagement und künstlerischer Aktivismus jenseits des allzu-Erwartbaren."
Sichtungsmöglichkeit im silent green Kulturquartier
"Meet me at the bottom of the pool" (in Anlehnung an Jack Smiths "Wait for me at the bottom of the pool") ist der Titel einer Liste mit analogen Filmkopien aus dem Archiv des Arsenal, die Bezüge zu den Filmen des diesjährigen Programms von Forum und Forum Expanded aufweisen. Diese Filme können während des Festivals täglich von 10–18 Uhr in den neu eingerichteten Sichtungsräumen des Arsenal im silent green Kulturquartier an Schneidetischen angesehen werden. Die Liste wird fortwährend aktualisiert und erweitert. Das Arsenal Archiv umfasst ca. 10.000 Filme, viele davon entstammen früheren Festivalprogrammen.