Beziehungen im Kalten Krieg – Filme zwischen Nordafrika und Ostblock
Neu bei arsenal distribution
Aus dem Programm des Archival Assembly #1 wurden folgende Restaurierungen ins Verleihprogramm des Arsenal übernommen, die mit Mitteln des Förderprogramms Filmerbe (FFE) durchgeführt wurden: BÖSE ZU SEIN IST AUCH EIN BEWEIS VON GEFÜHL (BRD 1983, mit Heinz Emigholz) von Cynthia Beatt ist eine persönliche und kathartische Konfrontation mit dem Status der Filmemacherin als Nichtdeutsche in Berlin in den 70er und 80er Jahren, gedreht am Potsdamer Platz vor dem Mauerfall.
Reading Labels in the Dark – Flux- und andere Filme aus dem Arsenal-Archiv
Großes Kino, kleines Kino #44: Staunen über Alltägliches
Großes Kino, kleines Kino #45: Kiarostami Shorts
Großes Kino, kleines Kino #46: Im Rhythmus der Farben
Arsenal Filmatelier für Schüler*innen: Abbas Kiarostami
Im Rahmen der Retrospektive Abbas Kiarostami präsentiert das Arsenal Filmatelier am 6. und 8. Oktober ein moderiertes Filmprogramm ab der 7. Klasse mit zwei frühen Arbeiten des iranischen Regisseurs. In beiden Filmen stehen Heranwachsende im vorrevolutionären Teheran im Zentrum, die ihr Leben mit allen Widrigkeiten fast auf sich alleingestellt meistern. Der poetische Spielfilm TAJROBEH (Experience, 1973) zeigt einen 14-Jährigen, der für einen Fotografen arbeitet. Die wenigen Dialoge, die beobachtende Kamera, das Schwarz-Weiß der Bilder, die Konzentration auf eine Figur lassen die Zuschauer*innen frei auf eine Handlung blicken, die sich erst langsam entfaltet. Dagegen erzählt der Farbfilm LEBASSI BARAYE AROSSI (A Wedding Suit, 1976) einen dramatischen Konflikt zwischen drei Jugendlichen, die in demselben Gebäude beschäftigt sind. Dreh- und Angelpunkt ist ein maßgeschneiderter Anzug, durch den die drei Jungen in ein spannungsvolles Beziehungsgeflecht verstrickt werden. Eine Anmeldung ist erforderlich.
arsenal 3 Abbas Kiarostami
Digital restauriert: "De Cierta Manera"
DE CIERTA MANERA beschreibt das Leben in einem Armenviertel im postrevolutionären Kuba. Die Werte und Rollenbilder der Bewohner*innen haben sich mit dem Neubau von Wohnungen nicht verändert – eine neue Gesellschaft entsteht nicht auf Abruf. Yolanda, eine Grundschullehrerin, und Mario, der in einem Omnibus-Werk arbeitet, werden ein Liebespaar. Während sich Yolanda um einen pädagogischen Ansatz bemüht, der marginalisierte Schüler*innen integriert und damit bei Kolleg*innen und Eltern auf Unverständnis stößt, fällt es Mario schwer, sich von patriarchalischen Vorbildern zu lösen. Ihre konträren Vorstellungen stellen auch ihre Beziehung auf die Probe und spiegeln zugleich den gesellschaftlichen Transformationsprozess kritisch wider.