"Von Boé nach Berlin – Ein mobiles Labor zur Filmgeschichte Guinea-Bissaus": Am 23.5. eröffnet im Rahmen des Projekts Visionary Archive im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) die Ausstellung "Regulado" von Filipa César und Suleimane Biai. Filipa César setzt sich in ihren Filmen und Installationen mit den post-kolonialen Konstellationen auseinander, die die jüngere Geschichte Portugals hervorgebracht hat. Seit 2011 gelten ihre Recherchen der Filmproduktion Guinea-Bissaus, deren Anfänge eng mit dem Befreiungskampf verknüpft waren. "Regulado" (2014) ist Filipa Césars zweite Zusammenarbeit mit Suleimane Biai. Im Rahmen von Visionary Archive organisieren beide Filmemacher gemeinsam mit Sana na N'Hada unter dem Titel "Von Boé nach Berlin" ein "mobiles Labor zur Filmgeschichte Guinea-Bissaus". Zentrales Modul dieses Vorhabens ist ein mobiles Kino durch Guinea-Bissau, bei dem das unlängst wieder aufgetauchte Archivmaterial aus dem nationalen Filmarchiv von Guinea-Bissau (INCA – Instituto Nacional de Cinema e Audiovisual) u.a. an den Orten seiner Entstehung reaktualisiert werden soll.
In der Reihe "It all depends" zeigen sie am 25.5. im Arsenal Ergebnisse ihrer Dreharbeiten im Februar 2014 in Guinea-Bissau und stellen ein geplantes mobiles Kino vor, das Filme aus der Dekade der Dekolonisierung (1970–1980) an die Orte ihrer Entstehung zurückbringen soll. Zwei unserer Archivfilme (POR PRIMERA VEZ von Octavio Cortázar, REASSEMBLAGE von Trinh T. Minh-ha) sowie ein Dokumentarfilm von Sana na N'Hada aus den Anfangsjahren des unabhängigen Guinea-Bissau legen filmhistorische Fährten für die Diskussion.