Vom 4.–30. Juni feiern wir mit dem Abschlussfestival des Projekts "Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart" gleichzeitig den 50. Geburtstag des Arsenals. Alle beteiligten KünstlerInnen, Filmschaffenden, PerformerInnen, MusikerInnen, KuratorInnen und WissenschaftlerInnen sowie die vier StipendiatInnen des Goethe-Instituts aus Indien, Südafrika, Jordanien und Brasilien stellen ihre jeweiligen Arbeiten und Projekte vor: Vor uns liegt ein ganzer Monat mit Filmprogrammen, Soundarbeiten, Ausstellungen, Performances, Einführungs- und Diskussionsveranstaltungen. Ein Festivalpass, der zu allen Veranstaltungen im Kino Arsenal sowie zur Ausstellung in den KW berechtigt, ist für 50 Euro an der Kinokasse erhältlich. Ebenfalls dort erhältlich ist ein Katalog mit Texten aller ProjektteilnehmerInnen (herausgegeben von b_books, 17 x 24,5 cm, 288 Seiten, 4-farbig, € 25).
Der Meridian (Anselm Franke)
The Devil's Blind Spot – Jumping the Gate (John Blue mit Axel Scheele und Daniel Grinstead)
Pragmatische Poetik des Archivs (Senta Siewert)
Living Archive – Der Katalog
Der Katalog zeigt einen neuen einzigartigen Zugang zum Archiv des Arsenal – Institut für Film und Videokunst auf, der neue Maßstäbe im Umgang mit einer Filmsammlung setzt. 37 KünstlerInnen, PerformerInnen, KuratorInnen und WissenschaftlerInnen wurden eingeladen, eigene Perspektiven im Umgang mit dem Archiv zu entwickeln, Projekte zu realisieren und zu präsentieren. Zwei Jahre lang war das Arsenal-Archiv Ausgangspunkt für den multiperspektivischen Zugang der TeilnehmerInnen aus USA, Indien, Südafrika, Israel, Brasilien, Jordanien, Großbritannien und Deutschland, das eine unerschöpfliche Vielfalt an Projekten hervorbrachte: Retrospektiven sowjetischer, chilenischer, spanischer und kubanischer Filme; die Aufarbeitung der Werke zweier Berliner KünstlerInnen Riki Kalbe und Ludwig Schönherr; ein Kino der Dekolonisierung; eine Querschnittanalyse zum Jahr 1978; Keywording – die Bedeutung von Verschlagwortung für das Funktionieren eines Archivs, eine Kinoarchäologie oder ein Programm zur filmischen Auseinandersetzung mit nationalen Identitäten.