Buchpräsentation am 13. Januar: Jacques Rancière: Und das Kino geht weiter
Andrew Bujalski zu Gast
Berliner Premiere: Ute Aurand, Jeannette Muñoz, Renate Sami
Forum 2012: Alltag und Fantasie
Die Auseinandersetzung über gegensätzliche Lebensentwürfe, der Konflikt zwischen den Generationen und die Ambivalenz des sogenannten Fortschritts stehen im Mittelpunkt zahlreicher Beiträge zum Forum 2012. So trifft in dem Spielfilm FORMENTERA von Ann-Kristin Reyels ein junges Paar im Urlaub auf die 68er-Elterngeneration und stellt dabei fest, wie sehr die eigenen Lebensvorstellungen voneinander abweichen. Ebenfalls in Spanien spielt SLEEPLESS KNIGHTS von Stefan Butzmühlen und Cristina Diz, die eine schwule Liebesgeschichte in der Provinz erzählen und das Zusammenleben der Generationen als Gegenentwurf zur städtischen Entwurzelung beschreiben. Um die komplizierten Übereinkünfte des alltäglichen Zusammenlebens geht es auch in BEZIEHUNGSWEISEN von Calle Overweg, der in halb inszenierter, halb dokumentarischer Weise Menschen bei der Paartherapie beobachtet, sowie in WHAT IS LOVE von Ruth Mader, die in fünf Miniaturen aus der österreichischen Provinz unterschiedlichen Ausprägungen der Liebe nachspürt. Nomaden der Gegenwart stehen im Mittelpunkt der Filme HABITER / CONSTRUIRE (LIVING / BUILDING) von Clémence Ancelin, die ein Straßenbauprojekt im Tschad und dessen Auswirkungen auf die Wüstenbevölkerung dokumentiert, und HIVER NOMADE (WINTER NOMADS) von Manuel von Stürler, der zwei Schafhirten in der winterlichen französischen Schweiz porträtiert. Stark vertreten ist im Forum 2012 das europäische Kino auch mit weiteren Beiträgen aus Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Polen, der Tschechische Republik, Russland, Rumänien und der Türkei.
Was ist Kino? – Zauberei!
Jour fixe im Januar: Zauberei!
Unser Filmvermittlungsangebot "Was ist Kino?" am 20. Januar widmet sich der Zauberei. Film und Zauberei sind nahe Verwandte: Die verrücktesten Dinge sind möglich! Unerhörte Verwandlungen, Unbelebtes wird lebendig, Kinder werden in Riesengemüse verhext (MME CROQUEMITAINE, F 1909), Gegenstände bewegen sich von Zauberhand (A CHAIRY TALE, Kanada 1957), Langsames wird schnell, Schnelles langsam, Fabelwesen und Traumgestalten bevölkern die Leinwand, Übersinnliches wird – manchmal – sichtbar. Bereits in den Anfängen der Filmgeschichte wurde mit allerhand Tricks experimentiert, und bis heute gehören Fabulierlust und Bilderzauber zum Filmemachen. Das Programm "Zauberei! Trickreiche Filme und magische Bilder" vereint kurze Filme aus hundert Jahren Filmgeschichte, die phantastische Metamorphosen inszenieren, Geschichten von Hexerei und Magie erzählen und nicht zuletzt das Filmbild als Zauberei entlarven. (Anke Hahn) Die Programme werden altersgerecht angepasst und richten sich an SchülerInnen der 1. bis zur 8. Klasse. Anmeldung erforderlich.