Die Verbindung von Musik und Film geht bis zu den Anfängen der Kinematografie zurück. Neben dem Kinoerzähler gehörte die musikalische Begleitung der frühen Filme zum integralen Bestandteil der Filmerfahrung, eine spannungsreiche Beziehung, die bis heute existiert. Anhand von 13 Beispielen präsentieren wir in der Magical History Tour unterschiedlichste Positionen innerhalb des umfangreichen Themas "Musik im Film" und bieten mit (Original)Kompositionen für den Film, Musik(er)- und Bandporträts, Konzertfilmen, filmischen Inszenierungen von Musik, gesampelten Soundtracks sowie Musicals der anderen Art Einblicke in die Bedeutung und Funktion von Musik im Film (und in der Gesellschaft). Hinweisen möchten wir ganz besonders auf die vier Stummfilmveranstaltungen, die von der Pianistin und Komponistin Eunice Martins begleitet werden. Mit ihr sprechen wir am 15. und am 28. Juni im Anschluss an die Vorführungen über Musik im frühen Kino, über das Begleiten von und Komponieren für "Stummfilme/n".
DAAD-Stipendiat João Pedro Rodrigues zu Gast
Der portugiesische Filmemacher João Pedro Rodrigues (*1966) ist zurzeit Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Die Kühnheit seiner Filme weist ihn als Autorenfilmer aus. In Parallelwelten voller Fetische und angetrieben vom gewaltigen Begehren der Figuren erzählen sie in elliptischen Sprüngen von Verwandlungen, polymorpher Liebe und driftenden Identitäten. Trotz seiner stilisierten Künstlichkeit ist Rodrigues’ Werk in der Realität verankert.
Der 2. Juni 1967 als deutsch-iranisch-deutsches Ereignis
Die nächste Veranstaltung unserer Reihe Filmmakers' Choice präsentiert Lucile Desamory am 26.6. In LA CABALE DES OURSINS stellt Luc Moullet Bergbauhalden neben Vulkane und Pyramiden. Als pataphysischer Kartograph entwirft er ein Brachland der geheimen Pfade seiner Kindheitserinnerungen. Die Ansichten verschieben sich, was als historisches Monument, große Naturlandschaft oder Industriemüll gilt. Mein Interesse gilt dem Moment, in dem diese Verschiebung passiert, dem "Dazwischen" und seinen emotionalen Auswirkungen. CORPUS CALLOSUM (Michael Snow) verbindet einen Realismus der normalen Metamorphose in glaubwürdigen, "realen" Innenräumen mit "unmöglichen" Formveränderungen. In beiden Filmen ist die Verschiebung ein physischer Ort, ein Riss: der Ort der Verzückung. Beide Filme führen die Zuschauer*innen zum Gleichgewichtspunkt wechselnder Wahrnehmungsmodi.
UdK-Seminar Chantal Akerman
FU-Seminar Found Footage Film: Theorie und Praxis
Vaginal Davis präsentiert Rising Stars, Falling Stars – Sweet 16 mm, Never Been Kissed
Die DEFA-Stiftung präsentiert: Für Annekathrin Bürger
Cinepoetics Lecture # 2
Filmspotting: Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek