Welche Vorbereitungen sind notwendig, um einen reibungslosen und für das Publikum nicht wahrnehmbaren Projektorwechsel zu gewährleisten? Die technische Ausstattung und die Funktionen der Filmprojektoren, der Tontechnik sowie die Markierungen auf der Filmkopie, die für diese Art der Filmvorführung erforderlich sind, werden erklärt.
Ausgehend hiervon werden grundlegende Aspekte der analogen Bild- und Tonwiedergabe betrachtet. Wie funktioniert ein Malteserkreuz? Wie wird der optische Ton abgetastet? Wie wird der Motor gesteuert, um die Geschwindigkeit zu variieren, beispielsweise bei Stummfilmen? Und natürlich die zentrale Arbeit: Wie wird der Film in den Projektor eingelegt? Das Ziel ist es, dass alle Teilnehmer*innen so oft wie möglich an einem Gerät stehen und den Umgang mit Filmmaterial direkt üben.
Vier Workshopteile sind ausschließlich für praktische Einlegearbeiten am Projektor reserviert. Praktische und theoretische Unterrichtseinheiten wechseln sich ab.
Ein praktischer Vormittag konzentriert sich auf die Kopienprüfung, wobei der Schwerpunkt auf vorbereitenden Aufgaben wie der Formatermittlung, der Zustandsbeurteilung und möglichen Beschädigungen liegt. Der anschließende theoretische Exkurs beleuchtet die ästhetischen Aspekte: Was macht eine gute Kopie aus? Gibt es Situationen, in denen ein digitales Medium vorzuziehen sein könnte? Welcher Grad an Abnutzung ist akzeptabel? Als Höhepunkt gibt es eine kurze Präsentation des 70-mm-Formats. Hierzu wird jedoch kein praktischer Workshop angeboten.
Der letzte Tag ist weiteren Fragen vorbehalten, wie etwa der Zukunft der analogen Projektortechnik. Werden wir in Zukunft zu mechanischen Antrieben zurückkehren? Gibt es eine Möglichkeit, elektronisch gesteuerte Projektoren zu reparieren? Ist eine kinemathekenübergreifende Datenbank oder eine Austauschplattform für verfügbare Filmkopien sinnvoll?
Informationen zum Workshop
Teilnehmer*innen
Sechs Projektionist*innen, die in Kinos oder auf Festivals tätig sind und über Vorkenntnisse in analogen Projektionstechniken verfügen
Workshopleitung
Anselm Heller und Bodo Pagels. Beide haben über 30 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit und im Vorführen aller verfügbarer Filmformate und sind Vorführer im Kino Arsenal.
Datum und Ort
22–24 Juli 2026
täglich von 10 bis 17 Uhr
Kino Arsenal
Plantagenstr. 30
13347 Berlin
Anmeldeschluss ist der 1. Juli 2026
Bewerbungsvoraussetzungen
Bitte fügen Sie Ihren Lebenslauf und eine kurze Beschreibung Ihrer Berufserfahrung bei, inklusive der Angabe mit welchen Geräten und Projektoren Sie vertraut sind und mit welchen Sie aktuell arbeiten.
Teilnahmegebühr (inkl. Mittagessen)
250 €
180 € ermäßigt (bitte mit Begründung und Nachweis)
Anmeldung
Anmeldung bis 1.7.2026 unter: projectionists@arsenal-berlin.de
Kontakt
Angelika Ramlow | Projektkoordination
Kurssprache
Kurssprache ist Englisch. Rückfragen und ergänzende Erklärungen sind bei Bedarf auch auf Deutsch möglich.
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