november 2019, transfer

SchulKinoWochen: Die Kunst der Filmprojektion

Die Arbeit der Filmvorführer*innen im Kino findet meist im Verborgenen statt – in der Projektionskabine. Das Kurzfilmprogramm zum Mitmachen stellt Kindern den Beruf der Filmvorführer*in vor und führt in die Kunst der Filmprojektion ein. Der Film PREMIÈRE SÉANCE (Frankreich 1895/1995) über die legendäre erste Kinovorführung der Brüder Lumière 1895 in Paris legt die historischen Fährten: In der Frühzeit des Kinos wurde der Filmprojektor noch im Saal aufgestellt und mit einer Handkurbel bedient. Der quietschend-bunte COLORFILM (Standish Lawder, USA 1972) zeigt, wie Filmstreifen zu Musik durch einen Filmprojektor laufen. Im kubanischen Dokumentarfilm POR PRIMERA VEZ (Octavio Cortázar, Kuba 1967) fährt ein Kinomobil in die entlegensten Winkel Kubas und bringt Filme zu Menschen, die noch nie im Kino waren. Ein LKW dient als Vorführkabine und Schlafraum.

Eine Veranstaltung im Rahmen der SchulKinoWochen am 13. November für die Klassenstufen 1-3. Moderation: Stefanie Schlüter. Anmeldung erforderlich.

november 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #31: Draußen im Park

DER PARK (2017) heißt der Film, den die Kinder der Kita „Grüne Soße“ aus Frankfurt am Main gemacht haben. Und weil sie uns in Berlin besuchen kommen, zeigen wir in unserem nächsten Filmatelier für Kinder am 24. November ihren Film und zwei sehr frühe Filme, die sie vertont haben, FRANKFURT ALTER MARKT (Auguste und Louis Lumière, Frankreich 1896) und EINE FAHRT DURCH BERLIN (Oskar Messter, Deutschland 1910).

DER PARK brachte uns zu anderen Filmen, die draußen in Parks gefilmt wurden: Krähen im Lietzensee-Park in Berlin (SANS TITRE, Karl Heil, Deutschland 2018), indische Figuren und rennende Kinder im Rietberg-Park in Zürich (IM PARK, Ute Aurand, Deutschland 2009), Figuren im Park von Versailles (BAGATELLE FOR WILLARD MAAS, Marie Menken, USA 1961) und eine geheimnisvoll kostümierte Frau zwischen Fontänen in der Villa d’Este in Tivoli nahe Rom (EAUX D’ARTIFICE, Kenneth Anger, USA 1953).

Für Kinder ab 7 Jahren.

 

november 2019, transfer

"Offener Vorführraum" am 30. November

Vorführraum des Arsenal

Was bedeutet 16mm, 35mm und 70mm? Wie kommt der Ton zum Bild? Was ist und wozu dient ein Kasch? Wie funktioniert eine Überblendung? Und was passiert, wenn auf der Leinwand das Bild stehen bleibt und dahin schmilzt? Das Arsenal lädt all jene, die sich dafür interessieren, wie die Bilder auf die Leinwand kommen, zu einem Blick hinter die Kulissen in den "Offenen Vorführraum" ein. Bei einem Rundgang durch die Bildwerferräume erklärt unser Vorführer Bodo Pagels Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken, er zeigt, wie ein Film in den Projektor eingelegt wird und führt kenntnisreich in die Geheimnisse der Vorführkunst ein. Selbstverständlich beantwortet er gerne alle Fragen zur Kinotechnik und orientiert seine Führung nach Möglichkeit auch an den Interessen und Wünschen der BesucherInnen. Der nächste Termin ist am Samstag, den 30. November um 16 Uhr. Um Anmeldung im Voraus wird gebeten.

oktober 2019, transfer

Sieben Dinge, die passierten, während Du schliefst: Workshop zu Spuren, Dokumenten und Archiven

Dem Archiv – traditionell als Aufbewahrungsort oder geordnetes System von Dokumenten definiert – kam zu allen Zeiten eine wichtige Rolle in der Konstruktion historischen Wissens zu. Bis heute ist das Archiv, das sich in verschiedensten Formen manifestiert, der zentrale Ort für die Verwahrung, Bergung und Interpretation der Vergangenheit. Doch wie könnte ein Archiv all die Momente erfassen, die nicht aufgezeichnet wurden, von denen keine physische Spur vorhanden ist?

Der zehnwöchige, partizipative, diskursive, multi-disziplinäre Workshop richtet sich an Künstler*innen, Autor*innen und Wissenschaftler*innen mit Interesse und/oder Erfahrung an/mit dem Thema. Die Treffen beginnen am 15. Oktober und werden in Folge wöchentlich bis einschließlich 17. Dezember immer dienstags von 18:00 bis 21:00 Uhr im silent green Kulturquartier stattfinden.

oktober 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #30 Was klingt, kratzt, raschelt da im Film?

Am 20. Oktober findet die nächste Ausgabe unseres Filmateliers für Kinder statt, diesmal für alle ab 8 Jahren. Seit im Jahr 1895 das erste Mal Filme gezeigt wurden, gab es dazu Klänge und Musik. Damals wie heute wurden dabei Geräusche, Musik und Klänge zusammengesetzt. Bevor wir eigene Klangexperimente machen und gemeinsam einen Soundtrack zu LE CHAUDRON INFERNAL (Georges Méliès, Frankreich 1903) erfinden und live spielen, entdecken wir, was in sechs Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist: Wir laufen durch ein Maisfeld in SUSAN THROUGH CORN (Kathleen Laughlin, USA 1985) und erleben Rosalie verliebt und tanzend in ROSALIE DANSEUSE (Romeo Bosetti, Frankreich 1911). FADENSPIELE III spielt mit Bergen, Linien und Klängen (Detel Aurand, Ute Aurand, Deutschland 2013). ZWEIGROSCHENZAUBER (Hans Richter, Deutschland 1930) präsentiert uns einen Strudel aus Bildern, Tönen und Worten, MOTHLIGHT (Stan Brakhage, USA 1963) Motten im Licht und LE CHAUDRON INFERNAL wiederum wundersame Verwandlungen.

september 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #29: Kariert, liniert, gemustert

Unser nächstes Filmprogramm für Kinder ab 5 Jahren am 29.9. zeigt Muster und Variationen – auf Textilien, aus Licht und Farbe, gemalt und fotografiert. Zu Dudelsackmusik treten 117 Schottenmuster-Stoffe im Film TARTANS, PLAIDS, BACKPIPES (Petra Kraus-Karon, Deutschland 1990) auf. Dem karierten Farbrausch folgt, in Schwarzweiß, Hans Richters FILMSTUDIE (Deutschland 1926). Durch ein Kaleidoskop gefilmte Objekte formieren sich zu Mustern, ein Kranz aus Augen in Bewegung, gerahmt von abstrakten Animationen. In Schwarzweiß animiert ist auch TUSALAVA (Großbritannien 1928) des Neuseeländers Len Lye, dessen Bildsprache sich an indigener Kunst des Südpazifiks orientiert. Lye lässt unbekannte Kreaturen erscheinen, die an Körperzellen denken lassen. THE ROOM OF CHROMATIC MYSTERY (2006) des australischen Filmemacher*innen-Paars Corinne und Arthur Cantrill führt in einen Raum aus farbigem Licht, begleitet von einer Toncollage aus Geräuschen und Stimmen. Im Anschluss an die Filmvorführung sind alle eingeladen, selbst farbige (Licht-)Muster zu gestalten.

september 2019, transfer

Autumn School für Lehrer*innen: Ästhetik und Politik der Filmmontage

Unter dem Titel "Ästhetik und Politik der Filmmontage" richtet das Arsenal – Institut für Film und Videokunst vom 12.-14.09.2019 zum zweiten Mal eine dreitägige Autumn School für Lehrer*innen in Berlin und Brandenburg aus. Das Fortbildungsangebot führt Filmanalyse und -praxis zusammen und stellt Methoden für den Unterricht vor. Die im Rahmen der Autumn School präsentierten Kurzfilme und Filmausschnitte decken ein breites filmhistorisches und -ästhetisches Spektrum ab, das Spiel-, Dokumentar- und Propagandafilme sowie Beispiele der künstlerischen und politischen Avantgarde umfasst.

september 2019, transfer

Analog-Workshop 2019

Je mehr wir uns der Zukunft unserer Archivfilme widmen, desto mehr müssen wir Sorge tragen, dass es auch weiterhin genügend Kompetenz im Umgang mit analogem Filmmaterial gibt. Aus diesem Grund bietet das Arsenal vom 30. August bis 4. September erneut einen mehrtägigen Analog-Workshop an. Arsenal-Mitarbeiter*innen und Partner*innen begleiten die Teilnehmer*innen bei der Herstellung eines 16-mm-Films, geben Einblicke in Archivierung, Pflege und Digitalisierung bis hin zur Projektion im Kino. Der letzte Tag dient der Archivsichtung.

Anmeldeschluss war der 5. August.

august 2019, transfer

Arsenal Summer School: Film als politische Praxis

Vom 22.-24. August findet die diesjährige Summer School statt. Wie kann das Medium Film im Kino und im Ausstellungsraum Orte für gesellschaftlichen Diskurs und politisches Handeln herstellen? Die Beiträge und Workshops werfen einen Blick auf unterschiedliche Ausdrucksformen einer künstlerischen Praxis, die die Einflussnahme auf gesellschaftliche und politische Prozesse dezidiert mitdenkt, sei es durch Arbeit im Kollektiv, künstlerischen Aktionismus oder ästhetische Strategien, die auf die Arbeit des*r Zuschauer*in gerichtet sind, indem sie Rezeption als Partizipation begreifen. Im Fokus stehen Filme oder filmkuratorische Konzepte, die weniger als Aussage denn als politische Handlung betrachtet werden können. Anhand von historischen wie gegenwärtigen Beispielen geht es darum, was getan werden muss, um im Zusammenspiel von Bild-Politik und gesellschaftlicher Praxis etwas zu bewegen. Die Veranstaltungen finden teils in deutscher, teils in englischer Sprache statt.