april 2018, transfer

Großes Kino, kleines Kino #20

Die nächste Ausgabe unseres Filmateliers für Kinder findet am 22.4. statt: Was klingt, kratzt, raschelt da im Film? Seit das erste Mal im Jahr 1895 Filme gezeigt wurden, gab es dazu Klänge und Musik. Heutzutage werden Musik, Geräusche und Klänge auf der Tonspur zusammengesetzt. Bevor wir eigene Klangexperimente machen und gemeinsam Ideen für einen Soundtrack zum Film DIE EXPEDITION ZUM SÜDPOL (Astrid Rieger, Deutschland 2002) erfinden und live spielen, entdecken wir, was in sechs Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist: In STUDIE NR. 9 (Deutschland 1931) von Oskar Fischinger und TRADE TATTOO (USA 1937) von Len Lye werden Klänge zu Bewegung, SIDEWALKS (USA 1966) von Marie Menken läuft den Linien auf dem Gehsteig hinterher und DAS HEMD (Deutschland 1996) lässt Objekte selbstständig werden. LE PUITS FANTASTIQUE (Frankreich 1903) zeigt uns erstaunliche Verwandlungen und in RIVERRED (Deutschland 2011) spielen Geschwister an einem Flussufer. DIE EXPEDITION ZUM SÜDPOL macht uns zu Polarforschern. (ab 8 Jahren)

april 2018, transfer

"Offener Vorführraum" am 14. April

Vorführraum des Arsenal

Was bedeutet 16mm, 35mm und 70mm? Wie kommt der Ton zum Bild? Was ist und wozu dient ein Kasch? Wie funktioniert eine Überblendung? Und was passiert, wenn auf der Leinwand das Bild stehen bleibt und dahin schmilzt? Das Arsenal lädt all jene, die sich dafür interessieren, wie die Bilder auf die Leinwand kommen, zu einem Blick hinter die Kulissen in den "Offenen Vorführraum" ein. Bei einem Rundgang durch die Bildwerferräume erklärt unser Vorführer Bodo Pagels Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken, er zeigt, wie ein Film in den Projektor eingelegt wird und führt kenntnisreich in die Geheimnisse der Vorführkunst ein. Selbstverständlich beantwortet er gerne alle Fragen zur Kinotechnik und orientiert seine Führung nach Möglichkeit auch an den Interessen und Wünschen der BesucherInnen. Der nächste Termin ist am Samstag, den 14. April um 16 Uhr. Um Anmeldung im Voraus wird gebeten.

märz 2018, transfer

Großes Kino, kleines Kino #19 Schauen die Tiere auch zurück?

Das nächste Filmatelier für Kinder findet am Sonntag, den 18. März statt und richtet sich an alle ab 5 Jahren.

Im Zoo, im Zirkus oder im Kino: Tiere werden gern angeschaut. Das Programm widmet sich experimentellen und frühen Filmen, in denen Tiere die Hauptattraktion sind. In CATFILM FOR KATY AND CYNNIE (USA 1973) werden Katzen zu Protagonisten in einem künstlerischen Expe-riment. In MENNESKEABEN (Dänemark 1909) und HUNDE-VARIETÉ (Frankreich 1907) stellen dressierte Tiere ihr Können zur Schau: Auf einer Bühne fährt ein Schimpanse Fahrrad und kostümierte Hunde tanzen. Im Dickicht indischer Großstädte sitzen heilige Kühe mit stoischer Gelassenheit auf dichtbefahrenen Straßen. In ÜBUNG ZUR GELASSENHEIT I–III (2002–2004) nimmt niemand Notiz von ihnen. Menschen nähern sich Tieren in freier Wildbahn in LA GENETTE (Frankreich 1912) und TROIS AMIS (Frankreich 1909). Eine Ginsterkatze plündert ein Vogelnest und tappt in eine Falle. In Afrika füttern zwei Kinder einen kleinen Elefanten und werden von ihm verjagt. So viele Blicke, die wir Tieren schenken! Schauen die Tiere auch zurück?

februar 2018, transfer

Großes Kino, kleines Kino #18 
Von Kreisen, Spiralen und Steinen

Die nächste Ausgabe von Großes Kino, kleines Kino am 11. Januar richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Eine Spirale, die sich dreht; eine dreieckige Form, die sich ins Bild drängt; ein Kreis, der entsteht und wieder in sich zusammenfällt. Kann man Filme ohne Handlung erzählen?

Wie einige Maler ohne Gegenstände und Komponisten ohne Tonalität auskommen wollten, versuchen auch Filmemacher immer wieder, ohne Handlung zu erzählen. In OPUS 2 (Deutschland 1921) und OPUS 3 (Deutschland 1924) von Walter Ruttmann werden geometrische Formen und ihre Bewegungen zu Hauptdarstellern. In Hans Richters FILMSTUDIE (Deutschland 1926) tauchen Menschen, Gesichter und gebaute Objekte auf und in Mary Ellen Butes Kurzfilm ESCAPE (USA 1937) und Lara Faroqhis CIRCLE PHASES (Deutschland 2018) sollen mit Bildern Musikstücke sichtbar gemacht werden. Wir wollen erforschen, ob sich Geschichten auch ergeben, wenn keine Handlung im Vordergrund steht.

januar 2018, transfer

Großes Kino, kleines Kino #17 – 
Fern und Nah

Khaled Mzher ist in den Libanon, nach Jordanien und Griechenland gereist und hat eine kleine Serie kurzer Filme mit Kindern gedreht, die dort leben und arbeiten. Am 21. Januar werden in seiner Anwesenheit vdrei Filme gezeigt, die in Jordanien entstanden sind: COLOR MAKER, WHEN CITIES FLY und LET’S CAMERA. Jeannette Muñoz ist Chilenin, lebt in Zürich, filmt aber meistens in Chile, wie in ENVIOS 21, in dem ihre Nichte Barbara mit Freundin viel lachend zu sehen ist. In NEUBRANDENBURG machte Ute Aurand 1994 einen Nachmittagsspaziergang durch die Stadt nördlich von Berlin, die sie nicht kannte. Marie Menken lässt in New York mit Hilfe der Einzelbildschaltung Menschen und Autos durch die Straßen dieser riesigen Stadt strömen und nennt das GO! GO! GO! (für alle ab 7 Jahren)

oktober 2017, transfer

Großes Kino, kleines Kino #14 - Transport, Werkzeug, Arbeit, Spiel: Kinderfilme von Harun Farocki

Auch diese Ausgabe von "Großes Kino, kleines Kino" geleitet von Stefanie Schlüter und Brigitta Wagner am 15. Oktober widmet sich der Arbeit Harun Farockis, diesmal mit einem Programm für Kinder ab fünf Jahren.

In den 70er Jahren hat Harun Farocki, häufig in Zusammenarbeit mit Hartmut Bitomsky, Kinderfilme realisiert. Von den Phänomenen in der Welt ausgehend zeigen die Filme auffällig oft Transportmittel und Verkehrswege wie Züge, Schiffe, Straßen, Brücken, Flüsse. In den Filmen werden die Spiel- und Werkzeuge der Kinder mit denen der Erwachsenen verglichen: Einem Stein etwa, mit dem auch ein Kind einen Nagel in ein Stück Holz schlagen kann, werden der Presslufthammer auf einer Baustelle und eine Maschine in einer Fabrik gegenübergestellt. Durch genaue Beobachtung stellt Farocki sichtbare Verbindungen zwischen den in der Welt verstreuten Dingen her und vermittelt ein anschauliches Bild von komplexen Zusammenhängen. Im Anschluss an die Filmvorführung setzen sich die Kinder kreativ mit dem Gesehenen auseinander.