juli 2018, transfer

Arsenal Summer School: YOU NAME IT! Verschlagwortung und andere Wegweiser durch Filmarchive

Vom 23.–25. August findet die diesjährige Summer School statt.

Keywording, Tagging, Algorithmen, Verschlagwortung – all diese Begriffe umkreisen Möglichkeiten der Annäherung an Archive und die Herausforderungen, die eine Datenbank mit sich bringt. Wie findet man, was man sucht? Inwiefern sind die Begrifflichkeiten, die einem künstlerischen Werk zugeordnet werden, von der gegenwärtigen Rezeption bestimmt oder bestimmen diese? Wie unterscheiden sich Filmarchive von anderen Archiven und wie kann man Ephemeres wie „Oral History“ sichern und in eine sinnvolle Systematik der Suchfunktionen einbinden?

In den Beiträgen und Workshops der Summer School geht es um die Praxis der Verschlagwortung in Archiven, sowohl rückblickend als auch zukunftsweisend: Welche Anforderungen sollten Datenbanken der Gegenwart erfüllen? Können Suchfunktionen entwickelt werden, die jenseits des Zeitgeistes auch für die Zukunft Bestand haben? Welche Kriterien sind hierbei zu beachten?

juli 2018, transfer

Analog-Workshop 2018

Je mehr wir uns der Zukunft unserer Archivfilme widmen, desto mehr müssen wir Sorge tragen, dass es auch weiterhin genügend Kompetenz im Umgang mit analogem Filmmaterial gibt.

Aus diesem Grund bietet das Arsenal vom 31. August bis 5. September zum zweiten Mal einen mehrtägigen Analog-Workshop an.

Arsenal-Mitarbeiter*innen und Partner*innen begleiten die Teilnehmer*innen bei der Herstellung eines 16-mm-Films, geben Einblicke in Archivierung, Pflege und Digitalisierung bis hin zur Projektion im Kino. Der letzte Tag dient der Archivsichtung. Der Workshop dient der Grundlagenvermittlung in Theorie und Praxis und vermittelt Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Anmeldeschluss ist der 5. August.

juli 2018, transfer

"Offener Vorführraum" am 25. August

Vorführraum des Arsenal

Was bedeutet 16mm, 35mm und 70mm? Wie kommt der Ton zum Bild? Was ist und wozu dient ein Kasch? Wie funktioniert eine Überblendung? Und was passiert, wenn auf der Leinwand das Bild stehen bleibt und dahin schmilzt? Das Arsenal lädt all jene, die sich dafür interessieren, wie die Bilder auf die Leinwand kommen, zu einem Blick hinter die Kulissen in den "Offenen Vorführraum" ein. Bei einem Rundgang durch die Bildwerferräume erklärt unser Vorführer Bodo Pagels Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken, er zeigt, wie ein Film in den Projektor eingelegt wird und führt kenntnisreich in die Geheimnisse der Vorführkunst ein. Selbstverständlich beantwortet er gerne alle Fragen zur Kinotechnik und orientiert seine Führung nach Möglichkeit auch an den Interessen und Wünschen der BesucherInnen. Der nächste Termin ist am Samstag, den 25. August um 16 Uhr. Um Anmeldung im Voraus wird gebeten.

mai 2018, transfer

MiniFilmclub im Arsenal: Ästhetische Filmbildung für Vorschulkinder

Gemeinsam mit der Berliner Elterninitiativ-Kita Regenbogen-Kidz sowie den Künstler*innen und Vermittler*innen des Arsenal Filmateliers Ute Aurand, Robert Beavers, Eunice Martins, Anna Faroqhi, Haim Peretz und Stefanie Schlüter startet das Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. als Partner des Deutschen Filminstituts – DIF in das Modellprojekt „MiniFilmclub bundesweit“.

Der MiniFilmclub widmet sich der ästhetischen Filmbildung für Vorschulkinder und erweitert die Filmerfahrung im Kino um die Komponente des künstlerisch-kreativen Gestaltens.

Entwickelt wurde der MiniFilmclub 2013 im Deutschen Filminstitut – DIF in Frankfurt/Main im Rahmen des Programms „Kunst und Spiele“ der Robert Bosch Stiftung. Inzwischen fest etabliert, lädt er regelmäßig kleine Gruppen von Kindern in das Frankfurter Filmmuseum und vor allem ins Kino ein. Hier entdecken die Kita-Kinder kurze Künstler- und Experimentalfilme, verarbeiten das Gesehene mit allen Sinnen, malen auf Blankfilm, experimentieren mit Tuschefarben oder erkunden Schatten. Manche der im MiniFilmclub präsentierten Filme wandern in Form einer DVD-Edition in die Kita, wo sie den Kindern frei zugänglich sind.

april 2018, transfer

Großes Kino, kleines Kino #20

Die nächste Ausgabe unseres Filmateliers für Kinder findet am 22.4. statt: Was klingt, kratzt, raschelt da im Film? Seit das erste Mal im Jahr 1895 Filme gezeigt wurden, gab es dazu Klänge und Musik. Heutzutage werden Musik, Geräusche und Klänge auf der Tonspur zusammengesetzt. Bevor wir eigene Klangexperimente machen und gemeinsam Ideen für einen Soundtrack zum Film DIE EXPEDITION ZUM SÜDPOL (Astrid Rieger, Deutschland 2002) erfinden und live spielen, entdecken wir, was in sechs Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist: In STUDIE NR. 9 (Deutschland 1931) von Oskar Fischinger und TRADE TATTOO (USA 1937) von Len Lye werden Klänge zu Bewegung, SIDEWALKS (USA 1966) von Marie Menken läuft den Linien auf dem Gehsteig hinterher und DAS HEMD (Deutschland 1996) lässt Objekte selbstständig werden. LE PUITS FANTASTIQUE (Frankreich 1903) zeigt uns erstaunliche Verwandlungen und in RIVERRED (Deutschland 2011) spielen Geschwister an einem Flussufer. DIE EXPEDITION ZUM SÜDPOL macht uns zu Polarforschern. (ab 8 Jahren)

märz 2018, transfer

Großes Kino, kleines Kino #19 Schauen die Tiere auch zurück?

Das nächste Filmatelier für Kinder findet am Sonntag, den 18. März statt und richtet sich an alle ab 5 Jahren.

Im Zoo, im Zirkus oder im Kino: Tiere werden gern angeschaut. Das Programm widmet sich experimentellen und frühen Filmen, in denen Tiere die Hauptattraktion sind. In CATFILM FOR KATY AND CYNNIE (USA 1973) werden Katzen zu Protagonisten in einem künstlerischen Expe-riment. In MENNESKEABEN (Dänemark 1909) und HUNDE-VARIETÉ (Frankreich 1907) stellen dressierte Tiere ihr Können zur Schau: Auf einer Bühne fährt ein Schimpanse Fahrrad und kostümierte Hunde tanzen. Im Dickicht indischer Großstädte sitzen heilige Kühe mit stoischer Gelassenheit auf dichtbefahrenen Straßen. In ÜBUNG ZUR GELASSENHEIT I–III (2002–2004) nimmt niemand Notiz von ihnen. Menschen nähern sich Tieren in freier Wildbahn in LA GENETTE (Frankreich 1912) und TROIS AMIS (Frankreich 1909). Eine Ginsterkatze plündert ein Vogelnest und tappt in eine Falle. In Afrika füttern zwei Kinder einen kleinen Elefanten und werden von ihm verjagt. So viele Blicke, die wir Tieren schenken! Schauen die Tiere auch zurück?

februar 2018, transfer

Großes Kino, kleines Kino #18 
Von Kreisen, Spiralen und Steinen

Die nächste Ausgabe von Großes Kino, kleines Kino am 11. Januar richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Eine Spirale, die sich dreht; eine dreieckige Form, die sich ins Bild drängt; ein Kreis, der entsteht und wieder in sich zusammenfällt. Kann man Filme ohne Handlung erzählen?

Wie einige Maler ohne Gegenstände und Komponisten ohne Tonalität auskommen wollten, versuchen auch Filmemacher immer wieder, ohne Handlung zu erzählen. In OPUS 2 (Deutschland 1921) und OPUS 3 (Deutschland 1924) von Walter Ruttmann werden geometrische Formen und ihre Bewegungen zu Hauptdarstellern. In Hans Richters FILMSTUDIE (Deutschland 1926) tauchen Menschen, Gesichter und gebaute Objekte auf und in Mary Ellen Butes Kurzfilm ESCAPE (USA 1937) und Lara Faroqhis CIRCLE PHASES (Deutschland 2018) sollen mit Bildern Musikstücke sichtbar gemacht werden. Wir wollen erforschen, ob sich Geschichten auch ergeben, wenn keine Handlung im Vordergrund steht.