februar 2020, transfer

Großes Kino, kleines Kino #34: Maskenspiele

Am 16.2. gehts weiter in unserer Veranstaltungsreihe für Kinder, diesmal für alle ab 5 Jahren:

Im Theater und im Film geht es manchmal wild und spektakulär zu. Die Schauspieler*innen verkleiden sich und werden zu Zauberwesen. Frauen werden zu Schmetterlingsdamen in Segundo de Chomóns LES PAPILLONS JAPONAIS (Frankreich 1908), Artisten entsteigen auf wundersame Weise winzigen Kisten in ZAUBERWÜRFEL (Frankreich 1902) der Brüder Pathé. In ROSALIE DANSEUSE (Frankreich 1912) von Roméo Bosetti und THE MASQUERADER (USA 1914) von Charles Chaplin kommen Pechvögel durch Maskenspiele und Verkleidungen auf humorvolle Weise zu ihrem Ziel. Anschließend besteht die Gelegenheit, selbst Masken für ein gemeinsames Maskenspiel zu basteln. Die Stummfilme werden von der Komponistin und Pianistin Eunice Martins am Flügel live begleitet.

januar 2020, transfer

Großes Kino, kleines Kino #33: Die Kunst der Filmprojektion

Am 19. Januar findet unsere nächste Veranstaltung für Kinder statt, diesmal für alle ab 5 Jahren.

Die Arbeit der Filmvorführer*innen findet im Verborgenen – in der Projektionskabine im Rücken des Publikums – statt. Das Programm führt in die Kunst der Filmprojektion ein und macht erfahrbar, worin die Arbeit des Vorführens von analogen Filmkopien besteht. Die historischen Fährten legt der Film PREMIÈRE SÉANCE (Philippe Truffault/Auguste & Louis Lumière, Frankreich 1895/1995) über die erste Kinovorführung der Brüder Lumière 1895 in Paris. Der quietschend-bunte COLORFILM (Standish Lawder, USA 1972) zeigt, wie farbige Filmstreifen zu Musik durch einen 16-mm-- Filmprojektor transportiert werden. Nach der 35-mm-Filmkopie der Lumières, dem 16-mm-Film von Standish Lawder zeigt der Filmemacher James Edmonds seinen collagierten Super8-Film WE ALL LIVE IN THE BLUE IMAGE FOREVER (Deutschland 2007–2018) in einer Doppelprojektion mit zwei Filmprojektoren im Kinosaal. Im Anschluss an das Programm sind alle eingeladen, selbst Filmprojektor zu spielen und die Vorführkabine zu besichtigen.

dezember 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #32: Stein auf Stein

Die nächste Ausgabe unseres Filmateliers für Kinder findet am Sonntag, 15. Dezember statt, diesmal für alle ab 6 Jahren.

Arbeit kommt in Filmen selten vor, dabei ist sie voll spannender und spielerischer Vorgänge, für die sich auch Filmemacher*innen interessieren. In OFENBAUER (DDR 1962) verfolgt Jürgen Böttcher zusammen mit fünf Kameramännern den Aus- und Neueinbau eines Hochofens in einem Kohlebergwerk. Man sieht angespannte Gesichter, prüfende Hände, das Geräusch kreischender Winden und bis zum Zerreißen gespannter Stahlseile. Harun Farocki und Hartmut Bitomsky sehen in TRANSPORT 1 + 2 (BRD 1973) Kindern beim Spielen und beim Erkennen zu, dass man viel stärker ist, wenn man zusammenarbeitet. In VERLORENE FORMEN (Deutschland 2019) von Anna Faroqhi und Haim Peretz beobachten zwei Mädchen den aufwendigen, jahrtausendealten Prozess in einer Bronzegießerei in England. Im Anschluss an die Vorführung drehen Anna Faroqhi und Haim Peretz mit allen Besucher*innen einen kurzen Stop-Trick-Film über Arbeit.

november 2019, transfer

SchulKinoWochen: Die Kunst der Filmprojektion

Die Arbeit der Filmvorführer*innen im Kino findet meist im Verborgenen statt – in der Projektionskabine. Das Kurzfilmprogramm zum Mitmachen stellt Kindern den Beruf der Filmvorführer*in vor und führt in die Kunst der Filmprojektion ein. Der Film PREMIÈRE SÉANCE (Frankreich 1895/1995) über die legendäre erste Kinovorführung der Brüder Lumière 1895 in Paris legt die historischen Fährten: In der Frühzeit des Kinos wurde der Filmprojektor noch im Saal aufgestellt und mit einer Handkurbel bedient. Der quietschend-bunte COLORFILM (Standish Lawder, USA 1972) zeigt, wie Filmstreifen zu Musik durch einen Filmprojektor laufen. Im kubanischen Dokumentarfilm POR PRIMERA VEZ (Octavio Cortázar, Kuba 1967) fährt ein Kinomobil in die entlegensten Winkel Kubas und bringt Filme zu Menschen, die noch nie im Kino waren. Ein LKW dient als Vorführkabine und Schlafraum.

Eine Veranstaltung im Rahmen der SchulKinoWochen am 13. November für die Klassenstufen 1-3. Moderation: Stefanie Schlüter. Anmeldung erforderlich.

oktober 2019, transfer

Sieben Dinge, die passierten, während Du schliefst: Workshop zu Spuren, Dokumenten und Archiven

Dem Archiv – traditionell als Aufbewahrungsort oder geordnetes System von Dokumenten definiert – kam zu allen Zeiten eine wichtige Rolle in der Konstruktion historischen Wissens zu. Bis heute ist das Archiv, das sich in verschiedensten Formen manifestiert, der zentrale Ort für die Verwahrung, Bergung und Interpretation der Vergangenheit. Doch wie könnte ein Archiv all die Momente erfassen, die nicht aufgezeichnet wurden, von denen keine physische Spur vorhanden ist?

Der zehnwöchige, partizipative, diskursive, multi-disziplinäre Workshop richtet sich an Künstler*innen, Autor*innen und Wissenschaftler*innen mit Interesse und/oder Erfahrung an/mit dem Thema. Die Treffen beginnen am 15. Oktober und werden in Folge wöchentlich bis einschließlich 17. Dezember immer dienstags von 18:00 bis 21:00 Uhr im silent green Kulturquartier stattfinden.