november 2020, transfer

Großes Kino, kleines Kino #37 – 
Im Rhythmus der Farben

Am 8. November findet das nächste Filmatelier für Kinder ab 5 Jahren statt. „Die Farbe ist die Taste. Das Auge ist der Hammer. Die Seele ist das Klavier mit vielen Saiten.“ – so der Maler Wassili Kandinsky im Jahr 1911. Auch im Film haben Formen einen Rhythmus und können Farben zur Musik der Filme tanzen. So z.B. in Mary Ellen Butes ABSTRONIC (USA 1952), der zeigt, wie sich Töne bewegen. Dass Töne durch Farben und Formen hörbar werden, stellen Evelyn Lambart und Norman McLaren in ihrem handgemalten Film BEGONE DULL CARE (Kanada 1949) unter Beweis. Bilder, die auf der Leinwand mit Musik spielen, sind in EARLY ABSTRACTIONS von Harry Smith (USA 1939–1956) zu sehen. Und wie Formen durch Kratzen auf dem Filmstreifen im Takt entstehen und wieder verschwinden, präsentiert MONDLICHT von Bärbel Neubauer (Deutschland 1997). Im Anschluss an die Vorführung können alle Kinder eigene Rhythmen malen und mit nach Hause nehmen.

oktober 2020, transfer

Großes Kino, kleines Kino #36 Schnell – langsam

Unsere nächste Veranstaltung für Kinder ab 6 Jahren findet am 4. Oktober statt. Film wird meistens mit 24 Bildern pro Sekunde projiziert. Ob ein Film schnell oder langsam erscheint, kommt darauf an, was man sieht, wie der Film geschnitten ist, wie man den Film empfindet und manchmal auch, was man hört. Präsentiert werden ganz unterschiedliche, kurze Filme, die auf die eine oder andere Weise schnell oder langsam sind. M.M. Serras PPII (USA 1986) hat ein unglaubliches Tempo aufgrund vieler ganz kurzer Schnitte. Dagegen ist Bruce Baillies ALL MY LIFE (USA 1966) ohne Schnitt in einer Einstellung gefilmt. NOTES ON THE CIRCUS (USA 1966) filmte Jonas Mekas im Verlauf von drei Zirkusvorstellungen, belichtete die drei Vorstellungen aber übereinander. Deshalb sehen wir gleichzeitig, was eigentlich nacheinander passierte. Elena Duque malt in eine real gefilmte Landschaft (VALDEDIÓS, Spanien 2019), wodurch zwei Zeitebenen entstehen und über THE STONE TOWER (2020) von Ted Fendt wird vorab nichts verraten.

september 2020, transfer

Großes Kino, kleines Kino #35: Was klingt, kratzt, raschelt da im Film?

Am 20.9. findet die nächste Ausgabe unseres Film Workshops für Kinder statt, diesmal für alle ab 8 Jahren. Seit im Jahr 1895 das erste Mal Filme gezeigt wurden, gab es dazu Klänge und Musik. Geräusche, Musik, Klänge und Sprache werden dabei zu einer Tonspur zusammengesetzt. Bevor wir eigene Klangexperimente machen und gemeinsam einen Soundtrack zu DÉMÉNAGEMENT À LA CLOCHE DE BOIS von Alice Guy (Frankreich 1905) erfinden und live spielen, entdecken wir, was in vier Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist: Farben und Formen wirbeln durchs Bild und verwandeln sich ohne Unterlass in ROOTS (Deutschland 1996) von Bärbel Neubauer. Hans Richter spielt in seiner FILMSTUDIE (Deutschland 1926) mit Licht und Schatten. LANTOUY von Isabell Spengler und Daniel Adams (Deutschland 2006) entführt uns in eine magische Welt aus Bildern und Klängen. Und in Matthias Müllers und Christoph Girardets PLAY (Deutschland 2003) dehnt sich der spannungsvolle Moment zwischen tosendem Anfangsapplaus und Beginn eines Musikstücke scheinbar ins Unendliche.

august 2020, transfer

Kinozauber geht weiter

Kinozauber, das Filmvermittlungsprojekt des Arsenal Filmateliers für Vorschulkinder, ist wieder angelaufen: Mit Beginn des neuen Schuljahrs können die Künstler*innen des Filmateliers die Zusammenarbeit mit der EKT Regenbogen-Kidz endlich fortsetzen. Gleichzeitig startet Kinozauber in eine neue Runde und erweitert das Angebot für zwei weitere Kitas. Im Rahmen des Projekts kommen die Vorschulkindergruppen mehrmals ins Arsenal, um sich kurze experimentelle Filme aus der Sammlung des Arsenal anzusehen und sich gestaltend mit Aspekten wie Licht, Schatten, Farbe, Klang, Filmmaterial und Projektion auseinanderzusetzen.