januar 2020, transfer

Großes Kino, kleines Kino #33: Die Kunst der Filmprojektion

Am 19. Januar findet unsere nächste Veranstaltung für Kinder statt, diesmal für alle ab 5 Jahren.

Die Arbeit der Filmvorführer*innen findet im Verborgenen – in der Projektionskabine im Rücken des Publikums – statt. Das Programm führt in die Kunst der Filmprojektion ein und macht erfahrbar, worin die Arbeit des Vorführens von analogen Filmkopien besteht. Die historischen Fährten legt der Film PREMIÈRE SÉANCE (Philippe Truffault/Auguste & Louis Lumière, Frankreich 1895/1995) über die erste Kinovorführung der Brüder Lumière 1895 in Paris. Der quietschend-bunte COLORFILM (Standish Lawder, USA 1972) zeigt, wie farbige Filmstreifen zu Musik durch einen 16-mm-- Filmprojektor transportiert werden. Nach der 35-mm-Filmkopie der Lumières, dem 16-mm-Film von Standish Lawder zeigt der Filmemacher James Edmonds seinen collagierten Super8-Film WE ALL LIVE IN THE BLUE IMAGE FOREVER (Deutschland 2007–2018) in einer Doppelprojektion mit zwei Filmprojektoren im Kinosaal. Im Anschluss an das Programm sind alle eingeladen, selbst Filmprojektor zu spielen und die Vorführkabine zu besichtigen.

dezember 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #32: Stein auf Stein

Die nächste Ausgabe unseres Filmateliers für Kinder findet am Sonntag, 15. Dezember statt, diesmal für alle ab 6 Jahren.

Arbeit kommt in Filmen selten vor, dabei ist sie voll spannender und spielerischer Vorgänge, für die sich auch Filmemacher*innen interessieren. In OFENBAUER (DDR 1962) verfolgt Jürgen Böttcher zusammen mit fünf Kameramännern den Aus- und Neueinbau eines Hochofens in einem Kohlebergwerk. Man sieht angespannte Gesichter, prüfende Hände, das Geräusch kreischender Winden und bis zum Zerreißen gespannter Stahlseile. Harun Farocki und Hartmut Bitomsky sehen in TRANSPORT 1 + 2 (BRD 1973) Kindern beim Spielen und beim Erkennen zu, dass man viel stärker ist, wenn man zusammenarbeitet. In VERLORENE FORMEN (Deutschland 2019) von Anna Faroqhi und Haim Peretz beobachten zwei Mädchen den aufwendigen, jahrtausendealten Prozess in einer Bronzegießerei in England. Im Anschluss an die Vorführung drehen Anna Faroqhi und Haim Peretz mit allen Besucher*innen einen kurzen Stop-Trick-Film über Arbeit.

november 2019, transfer

"Offener Vorführraum" am 30. November

Vorführraum des Arsenal

Was bedeutet 16mm, 35mm und 70mm? Wie kommt der Ton zum Bild? Was ist und wozu dient ein Kasch? Wie funktioniert eine Überblendung? Und was passiert, wenn auf der Leinwand das Bild stehen bleibt und dahin schmilzt? Das Arsenal lädt all jene, die sich dafür interessieren, wie die Bilder auf die Leinwand kommen, zu einem Blick hinter die Kulissen in den "Offenen Vorführraum" ein. Bei einem Rundgang durch die Bildwerferräume erklärt unser Vorführer Bodo Pagels Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken, er zeigt, wie ein Film in den Projektor eingelegt wird und führt kenntnisreich in die Geheimnisse der Vorführkunst ein. Selbstverständlich beantwortet er gerne alle Fragen zur Kinotechnik und orientiert seine Führung nach Möglichkeit auch an den Interessen und Wünschen der BesucherInnen. Der nächste Termin ist am Samstag, den 30. November um 16 Uhr. Um Anmeldung im Voraus wird gebeten.

november 2019, transfer

SchulKinoWochen: Die Kunst der Filmprojektion

Die Arbeit der Filmvorführer*innen im Kino findet meist im Verborgenen statt – in der Projektionskabine. Das Kurzfilmprogramm zum Mitmachen stellt Kindern den Beruf der Filmvorführer*in vor und führt in die Kunst der Filmprojektion ein. Der Film PREMIÈRE SÉANCE (Frankreich 1895/1995) über die legendäre erste Kinovorführung der Brüder Lumière 1895 in Paris legt die historischen Fährten: In der Frühzeit des Kinos wurde der Filmprojektor noch im Saal aufgestellt und mit einer Handkurbel bedient. Der quietschend-bunte COLORFILM (Standish Lawder, USA 1972) zeigt, wie Filmstreifen zu Musik durch einen Filmprojektor laufen. Im kubanischen Dokumentarfilm POR PRIMERA VEZ (Octavio Cortázar, Kuba 1967) fährt ein Kinomobil in die entlegensten Winkel Kubas und bringt Filme zu Menschen, die noch nie im Kino waren. Ein LKW dient als Vorführkabine und Schlafraum.

Eine Veranstaltung im Rahmen der SchulKinoWochen am 13. November für die Klassenstufen 1-3. Moderation: Stefanie Schlüter. Anmeldung erforderlich.

november 2019, transfer

Großes Kino, kleines Kino #31: Draußen im Park

DER PARK (2017) heißt der Film, den die Kinder der Kita „Grüne Soße“ aus Frankfurt am Main gemacht haben. Und weil sie uns in Berlin besuchen kommen, zeigen wir in unserem nächsten Filmatelier für Kinder am 24. November ihren Film und zwei sehr frühe Filme, die sie vertont haben, FRANKFURT ALTER MARKT (Auguste und Louis Lumière, Frankreich 1896) und EINE FAHRT DURCH BERLIN (Oskar Messter, Deutschland 1910).

DER PARK brachte uns zu anderen Filmen, die draußen in Parks gefilmt wurden: Krähen im Lietzensee-Park in Berlin (SANS TITRE, Karl Heil, Deutschland 2018), indische Figuren und rennende Kinder im Rietberg-Park in Zürich (IM PARK, Ute Aurand, Deutschland 2009), Figuren im Park von Versailles (BAGATELLE FOR WILLARD MAAS, Marie Menken, USA 1961) und eine geheimnisvoll kostümierte Frau zwischen Fontänen in der Villa d’Este in Tivoli nahe Rom (EAUX D’ARTIFICE, Kenneth Anger, USA 1953).

Für Kinder ab 7 Jahren.

oktober 2019, transfer

Sieben Dinge, die passierten, während Du schliefst: Workshop zu Spuren, Dokumenten und Archiven

Dem Archiv – traditionell als Aufbewahrungsort oder geordnetes System von Dokumenten definiert – kam zu allen Zeiten eine wichtige Rolle in der Konstruktion historischen Wissens zu. Bis heute ist das Archiv, das sich in verschiedensten Formen manifestiert, der zentrale Ort für die Verwahrung, Bergung und Interpretation der Vergangenheit. Doch wie könnte ein Archiv all die Momente erfassen, die nicht aufgezeichnet wurden, von denen keine physische Spur vorhanden ist?

Der zehnwöchige, partizipative, diskursive, multi-disziplinäre Workshop richtet sich an Künstler*innen, Autor*innen und Wissenschaftler*innen mit Interesse und/oder Erfahrung an/mit dem Thema. Die Treffen beginnen am 15. Oktober und werden in Folge wöchentlich bis einschließlich 17. Dezember immer dienstags von 18:00 bis 21:00 Uhr im silent green Kulturquartier stattfinden.